Die 146. WestWind Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchdorf hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt ein typisches Bild eines langfristig finanzierten Windparkbetreibers: Während die Vermögenswerte durch planmäßige Abschreibungen weiter zurückgehen, baut das Unternehmen seine Darlehensverbindlichkeiten konsequent ab. Das Eigenkapital bleibt hingegen unverändert.
Bilanzsumme sinkt um rund 410.000 Euro
Die Bilanzsumme verringerte sich zum Jahresende 2024 auf 3,71 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahr noch 4,12 Millionen Euro betragen hatte. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen.
Das Anlagevermögen reduzierte sich von 3,21 Millionen Euro auf 2,84 Millionen Euro. Allein die Sachanlagen – insbesondere die Windenergieanlagen – verloren bilanziell rund 365.000 Euro an Wert. Dabei handelt es sich um die regulären Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagen und nicht um außerplanmäßige Wertverluste.
Darlehensschulden werden weiter zurückgeführt
Positiv fällt erneut der kontinuierliche Schuldenabbau auf. Die gesamten Verbindlichkeiten gingen innerhalb eines Jahres von 3,49 Millionen Euro auf 3,10 Millionen Euro zurück. Damit verringerte das Unternehmen seine Verbindlichkeiten um knapp 389.000 Euro.
Auch die langfristigen Finanzierungen werden planmäßig reduziert. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sanken von 3,04 Millionen Euro auf 2,71 Millionen Euro. Gleichzeitig reduzierte sich der Bestand langfristiger Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren von 1,69 Millionen Euro auf 1,35 Millionen Euro.
Die bestehenden Bankdarlehen bleiben weiterhin umfangreich besichert. Nach Angaben im Jahresabschluss bestehen Sicherheiten in Höhe von rund 3,04 Millionen Euro.
Eigenkapital bleibt konstant
Das Eigenkapital blieb im Geschäftsjahr unverändert bei 450.000 Euro. Auch die Kapitalstruktur der Gesellschaft änderte sich nicht. Die Kommanditisten verfügen weiterhin über Kapitalanteile von 1,4 Millionen Euro, von denen 950.000 Euro bislang nicht eingefordert wurden.
Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird weiterhin nicht ausgewiesen.
Rückstellungen deutlich reduziert
Die Rückstellungen gingen spürbar zurück. Sie sanken von rund 61.800 Euro auf knapp 43.300 Euro. Gleichzeitig reduzierten sich die passiven latenten Steuern leicht auf 118.340 Euro nach 121.292 Euro im Vorjahr.
Liquidität bleibt stabil
Die Liquidität entwickelte sich vergleichsweise stabil. Die Bankguthaben beliefen sich zum Jahresende auf 395.367 Euro, nach 413.630 Euro ein Jahr zuvor. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen leicht auf 464.210 Euro zurück. Darin enthalten sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von rund 274.000 Euro.
Keine Beschäftigten am Standort
Wie bei zahlreichen Projektgesellschaften von Windparks üblich beschäftigte die Gesellschaft auch im Jahr 2024 keine eigenen Arbeitnehmer. Betrieb und Verwaltung erfolgen über externe Dienstleister beziehungsweise die persönlich haftende Gesellschafterin, die Westwind Verwaltungs GmbH.
Langfristige Finanzierung schreitet planmäßig voran
Der Jahresabschluss vermittelt insgesamt das Bild eines wirtschaftlich stabilen Windparkbetreibers. Größere Veränderungen im operativen Geschäft sind aus der Bilanz nicht erkennbar. Vielmehr zeigt sich der typische Verlauf einer bereits länger betriebenen Windenergieanlage: Die Vermögenswerte nehmen durch Abschreibungen kontinuierlich ab, gleichzeitig werden die aufgenommenen Bankdarlehen planmäßig zurückgeführt.
Damit verbessert sich die Verschuldung der Gesellschaft Jahr für Jahr, während die Finanzierung des Windparks zunehmend auf eine geringere Fremdkapitalbasis gestellt wird. Auffällige Risiken oder außergewöhnliche Belastungen weist der veröffentlichte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 nicht aus.