Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Welle betrügerischer Inkassoschreiben. Die Schreiben werden unter den Namen „ALQInkasso Management“ oder „Gesto Inkasso Management“ verschickt und fordern Empfänger zur Begleichung angeblich offener Forderungen auf. Verbraucher sollten die Zahlungsaufforderungen sorgfältig prüfen und keinesfalls vorschnell Geld auf die angegebenen Konten überweisen.
Als Absender werden ALQInkasso Management oder Gesto Inkasso Management mit der Anschrift Potsdamer Straße 40, 40599 Düsseldorf genannt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale handelt es sich dabei um betrügerische Schreiben, mit denen Empfänger unter Zeitdruck zur Zahlung bewegt werden sollen.
Zahlungen auf ausländische Konten gefordert
Besonders auffällig sind die in den Schreiben genannten Empfänger und Bankverbindungen im Ausland. Nach den vorliegenden Informationen werden unter anderem folgende Konten angegeben:
- Empfänger: Alquiler S.L.
IBAN: ES77 6888 0001 6246 9471 7012 (Spanien) - Empfänger: Gesto LDA
IBAN: LT43 3250 0720 8084 6735 (Litauen)
Die Verbraucherzentrale empfiehlt ausdrücklich, auf diese Konten keine Zahlungen vorzunehmen.
Betroffene sollten Ruhe bewahren
Die Schreiben enthalten häufig kurze Zahlungsfristen sowie Drohungen mit Inkassomaßnahmen oder weiteren Kosten. Verbraucher sollten sich davon nicht unter Druck setzen lassen. Eine Zahlungsaufforderung allein begründet noch keine berechtigte Forderung.
Wer ein solches Schreiben erhält und die Forderung nicht nachvollziehen kann, sollte zunächst keine Zahlung leisten und die Unterlagen sorgfältig prüfen. Im Zweifel empfiehlt sich eine Beratung durch die Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt.
Bereits überwiesen?
Wurde bereits Geld überwiesen, sollten Betroffene unverzüglich ihre Bank kontaktieren. Je nach Zeitpunkt der Überweisung besteht unter Umständen noch die Möglichkeit, die Zahlung zu stoppen oder weitere Schritte einzuleiten.
Die aktuelle Warnung zeigt erneut, dass Kriminelle mit professionell gestalteten Inkassoschreiben versuchen, Verbraucher zur Überweisung auf ausländische Konten zu bewegen. Unerwartete Zahlungsaufforderungen sollten deshalb stets kritisch hinterfragt werden.