Kriminelle versenden derzeit vermehrt Phishing-E-Mails im Namen der Deutschen Kreditbank (DKB), um an persönliche Daten von Bankkunden zu gelangen. Die Verbraucherzentrale warnt vor einer aktuell verbreiteten Nachricht, in der Empfänger zur angeblichen Bestätigung ihrer E-Mail-Adresse und Telefonnummer aufgefordert werden. Ziel der Betrüger ist es, sensible Zugangsdaten oder weitere persönliche Informationen zu erlangen.
Angebliche Zustimmung zu Kontaktdaten erforderlich
Die betrügerische E-Mail trägt den Betreff „Bestätigung Ihrer E-Mail & Telefonnummer! N° <15-stellige Zahl>“ und vermittelt den Eindruck, dass eine Aktualisierung der beim Kreditinstitut hinterlegten Kontaktdaten auf die Zustimmung des Kunden warte.
Über eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Jetzt Aktualisieren“ sollen Empfänger die vermeintlich notwendige Bestätigung durchführen. Tatsächlich führt der Link jedoch nicht zu einer offiziellen DKB-Seite, sondern kann auf eine gefälschte Internetseite der Betrüger weiterleiten.
Betrüger setzen auf Zeitdruck
Wie bei vielen Phishing-Kampagnen versuchen die Täter auch in diesem Fall, ihre Opfer unter Druck zu setzen. In der E-Mail wird um eine „schnelle Mithilfe“ gebeten, um den Eindruck zu erwecken, dass sofortiges Handeln erforderlich sei.
Auffällig ist außerdem die fehlende persönliche Ansprache. Statt des Namens wird lediglich die allgemeine Formulierung „Sehr geehrter Kunde“ verwendet – ein typisches Merkmal vieler Phishing-Nachrichten.
Woran sich die Fälschung erkennen lässt
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale sprechen mehrere Hinweise dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt:
- unpersönliche Anrede,
- unseriöse oder ungewöhnliche Absenderadresse,
- Aufforderung zum Anklicken eines Links,
- künstlich erzeugter Zeitdruck,
- angeblich dringender Handlungsbedarf ohne nachvollziehbaren Grund.
Solche Merkmale sollten Bankkunden grundsätzlich misstrauisch machen.
So sollten Betroffene reagieren
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Nachricht nicht zu beantworten, keine Links anzuklicken und die E-Mail unmittelbar in den Spam-Ordner zu verschieben.
Wer tatsächlich Kunde der DKB ist und unsicher ist, ob eine Aktualisierung erforderlich sein könnte, sollte dies ausschließlich über die offizielle DKB-App oder nach eigener Eingabe der Internetadresse auf der offiziellen Website der DKB überprüfen. Links aus E-Mails sollten hierfür grundsätzlich nicht verwendet werden.
Fazit
Die aktuelle Phishing-Kampagne zeigt erneut, mit welchen Methoden Cyberkriminelle versuchen, an sensible Bankdaten zu gelangen. Eine angeblich notwendige Bestätigung von E-Mail-Adresse und Telefonnummer dient in diesem Fall lediglich als Vorwand, um Empfänger auf gefälschte Internetseiten zu locken. Wer auf unpersönliche Anreden, ungewöhnliche Absenderadressen und künstlichen Zeitdruck achtet, kann viele Betrugsversuche frühzeitig erkennen und sich wirksam vor einem Datendiebstahl schützen.