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Nach mehreren Krankheitsfällen: Frankreich warnt vor Wasser aus Gebirgsbächen

FuchZ23 (CC0), Pixabay

Nach mehreren schweren Erkrankungen von Wanderern warnen die französischen Behörden eindringlich davor, Wasser aus Gebirgsbächen und Seen ungefiltert zu trinken. In den Pyrenäen mussten innerhalb weniger Tage mehrere Touristen mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht werden, nachdem sie Wasser aus natürlichen Gewässern getrunken hatten. Als mögliche Ursachen gelten Verunreinigungen durch Tierfäkalien oder andere Schadstoffe.

Die Vorfälle ereigneten sich in den französischen Pyrenäen, einem beliebten Wandergebiet im Südwesten des Landes. Nach Medienberichten mussten innerhalb weniger Tage mehrere Rettungseinsätze durchgeführt werden, nachdem Wanderer plötzlich schwere Magen-Darm-Beschwerden entwickelt hatten.

Mehrere Wandergruppen betroffen

Nach Angaben der Behörden erkrankten zunächst zwei Wandergruppen mit insgesamt neun Personen, nachdem sie Wasser aus Bächen und Bergseen getrunken hatten.

Die Betroffenen litten unter starkem Brechdurchfall und mussten per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Tarbes gebracht werden. Bereits einen Tag zuvor waren zwei weitere Wanderer mit ähnlichen Symptomen medizinisch behandelt worden.

Mögliche Verunreinigungen im Wasser

Als Ursache der Erkrankungen kommen nach bisherigen Erkenntnissen Verunreinigungen des Wassers infrage.

Experten vermuten unter anderem Tierfäkalien oder andere organische Abfälle, durch die Krankheitserreger in Bäche und Seen gelangen können. Auch in scheinbar klaren und sauberen Gebirgsgewässern können sich Bakterien, Viren oder Parasiten befinden, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

Klare Bergbäche sind nicht automatisch sicher

Viele Wanderer gehen davon aus, dass Wasser aus abgelegenen Gebirgsregionen bedenkenlos getrunken werden kann. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass selbst kristallklares Wasser gesundheitsschädliche Keime enthalten kann.

Wildtiere, Weidetiere oder natürliche Umwelteinflüsse können die Wasserqualität beeinträchtigen, ohne dass dies äußerlich sichtbar ist.

Behörden raten zu Vorsichtsmaßnahmen

Die französischen Behörden empfehlen Wanderern deshalb, Wasser aus natürlichen Quellen, Bächen oder Seen nicht ungefiltert zu trinken.

Wer unterwegs Wasser benötigt, sollte möglichst ausreichend Trinkwasser mitführen oder das Wasser vor dem Verzehr mit geeigneten Filtern aufbereiten beziehungsweise abkochen. Dadurch lässt sich das Risiko einer Infektion deutlich verringern.

Beliebte Wanderregion bleibt im Fokus

Die Pyrenäen zählen zu den bekanntesten Wandergebieten Europas und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Die aktuellen Krankheitsfälle zeigen jedoch, dass auch in abgelegenen Naturregionen hygienische Risiken bestehen können.

Mit der Warnung wollen die Behörden weitere Erkrankungen verhindern und Wanderer dafür sensibilisieren, dass selbst scheinbar sauberes Gebirgswasser nicht zwangsläufig unbedenklich ist. Wer nach dem Trinken von unbehandeltem Wasser unter starkem Durchfall, Erbrechen oder Fieber leidet, sollte möglichst rasch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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