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ewz Windpark Kleinbrembach GmbH: Finanzstarke Windparkgesellschaft mit hoher Eigenkapitalquote – Konzernstruktur begrenzt die Aussagekraft des Ergebnisses
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ewz Windpark Kleinbrembach GmbH: Finanzstarke Windparkgesellschaft mit hoher Eigenkapitalquote – Konzernstruktur begrenzt die Aussagekraft des Ergebnisses

geralt (CC0), Pixabay

Die ewz Windpark Kleinbrembach GmbH präsentiert sich im Jahresabschluss 2024 als finanziell sehr solide aufgestellte Windparkgesellschaft. Die Bilanz zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote, äußerst geringe Verbindlichkeiten und konservativ gebildete Rückstellungen aus. Wie bei anderen Gesellschaften des ewz-Konzerns wird das ausgewiesene Jahresergebnis allerdings durch einen Ergebnisabführungsvertrag beeinflusst, sodass die tatsächliche operative Ertragskraft aus der Bilanz nicht unmittelbar ersichtlich ist.

Bilanzsumme wächst leicht

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 2,50 Millionen Euro auf 2,61 Millionen Euro.

Mit einem Wachstum von rund 102.000 Euro beziehungsweise gut vier Prozent entwickelt sich die Gesellschaft stabil. Während das Anlagevermögen durch Abschreibungen zurückging, legte das Umlaufvermögen deutlich zu.

Eigenkapital bleibt auf sehr hohem Niveau

Das Eigenkapital beträgt unverändert 2,02 Millionen Euro.

Mit einer Eigenkapitalquote von rund 77,5 Prozent verfügt die Gesellschaft über eine der stärksten Kapitalstrukturen aller bislang analysierten Windparkgesellschaften.

Die Eigenkapitalbasis setzt sich nahezu vollständig aus Kapitalrücklagen zusammen. Der Verlustvortrag von lediglich 5.644 Euro ist wirtschaftlich ohne Bedeutung.

Diese hohe Eigenkapitalausstattung verschafft dem Unternehmen erhebliche finanzielle Stabilität und macht es weitgehend unabhängig von Fremdfinanzierungen.

Jahresüberschuss von null Euro ist kein Warnsignal

Wie bereits bei der ewz Windpark Dörmte GmbH weist auch die Kleinbrembach GmbH einen Jahresüberschuss von 0 Euro aus.

Der Hintergrund ist identisch: Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags werden erwirtschaftete Gewinne vollständig an die Muttergesellschaft ewz (Deutschland) GmbH abgeführt.

Das bedeutet, dass die Gesellschaft durchaus profitabel arbeiten kann. Das ausgewiesene Ergebnis ist ausschließlich eine Folge der konzerninternen Struktur und erlaubt keine Rückschlüsse auf die tatsächliche operative Rentabilität des Windparks.

Anlagevermögen sinkt planmäßig

Das Anlagevermögen verringerte sich von 552.000 Euro auf 204.000 Euro.

Insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwert wurde planmäßig abgeschrieben. Dieser wird – wie bei anderen ewz-Gesellschaften – über 15 Jahre verteilt und orientiert sich an der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Windparks.

Das Sachanlagevermögen blieb mit rund 198.000 Euro nahezu unverändert.

Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft dominieren

Der größte Vermögenswert besteht erneut aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Diese belaufen sich auf rund 1,72 Millionen Euro und machen den überwiegenden Teil des Umlaufvermögens aus.

Für Gesellschaften mit Ergebnisabführungsvertrag und zentralem Cash-Management ist dies üblich. Gleichwohl besteht damit eine hohe Konzentration der Vermögenswerte auf die Bonität der Muttergesellschaft.

Da hinter der ewz (Deutschland) GmbH der Schweizer Energieversorger Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) steht, erscheint dieses Risiko jedoch vergleichsweise gering.

Rückstellungen angemessen dotiert

Die Rückstellungen erhöhten sich leicht von 462.000 Euro auf 504.000 Euro.

Der größte Teil entfällt auf die Rückbauverpflichtung des Windparks (468.000 Euro). Hinzu kommen Rückstellungen für Vollwartungsverträge.

Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von Preissteigerungen sowie der gesetzlich vorgeschriebenen Abzinsung und wirkt insgesamt konservativ.

Verbindlichkeiten bleiben äußerst gering

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zwar von 22.600 Euro auf 81.600 Euro, bewegen sich aber weiterhin auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.

Es bestehen keine langfristigen Finanzschulden. Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig und setzen sich im Wesentlichen aus Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen.

Damit verfügt die Gesellschaft praktisch über keine nennenswerte Fremdfinanzierung.

Bürgschaft für Rückbau

Außerhalb der Bilanz besteht eine Bürgschaft der Zürcher Kantonalbank gegenüber dem Landratsamt Sömmerda in Höhe von 250.000 Euro.

Diese Sicherheit dient der Absicherung der späteren Rückbauverpflichtungen und ist im Windparkgeschäft üblich.

Keine weiteren finanziellen Verpflichtungen

Positiv fällt auf, dass keine weiteren wesentlichen finanziellen Verpflichtungen bestehen.

Insbesondere werden keine langfristigen Leasing- oder Pachtverträge ausgewiesen.

Fazit

Die ewz Windpark Kleinbrembach GmbH zählt bilanziell zu den stärksten bislang analysierten Windparkgesellschaften. Die sehr hohe Eigenkapitalquote, die praktisch nicht vorhandene Fremdverschuldung und die konservativ gebildeten Rückstellungen sprechen für eine ausgezeichnete finanzielle Stabilität.

Wie bei anderen Gesellschaften des ewz-Konzerns schränkt der Ergebnisabführungsvertrag allerdings die Transparenz hinsichtlich der tatsächlichen Ertragskraft ein. Zudem besteht eine starke Konzentration der Vermögenswerte in Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft.

Investoreneinschätzung: 9,5 von 10 Punkten

Stärken:

  • außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote von rund 78 Prozent
  • praktisch schuldenfrei
  • solide Liquiditätsausstattung
  • konservative Rückstellungen für Rückbau und Wartung
  • finanzstarke Konzernmutter
  • keine wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen

Schwächen:

  • hoher Anteil konzerninterner Forderungen
  • operative Ertragskraft aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags nicht direkt erkennbar
  • keine veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung

Unter bilanziellen Gesichtspunkten gehört die ewz Windpark Kleinbrembach GmbH zu den qualitativ besten bislang analysierten Windparkgesellschaften. Die Kapitalstruktur ist außergewöhnlich robust und die Verschuldung nahezu bedeutungslos. Lediglich die eingeschränkte Transparenz über die operative Ertragslage verhindert die Höchstbewertung.

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