Nach mehreren wirtschaftlich schwierigen Jahren nimmt Burger King Deutschland wieder Kurs auf Expansion. Die US-amerikanische Schnellrestaurantkette will ihr Filialnetz in Deutschland ausbauen und damit an frühere Wachstumspläne anknüpfen, die während der Corona-Pandemie und der anschließenden Inflationsphase weitgehend auf Eis gelegt wurden.
Zum 50-jährigen Bestehen der Marke in Deutschland kündigte Deutschland-Chef Andreas Bork an, dass nun wieder die Zeichen auf Wachstum stünden.
Expansion nach Investitionsphase
Derzeit betreibt Burger King nach Unternehmensangaben rund 760 Restaurants in Deutschland. In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt allerdings weniger auf der Eröffnung neuer Standorte als vielmehr auf der Modernisierung bestehender Filialen.
Nach Angaben des Unternehmens wurde gezielt in das vorhandene Restaurantnetz investiert, um Standorte zu modernisieren und an veränderte Kundenbedürfnisse anzupassen.
Nun soll wieder stärker expandiert werden. Eine konkrete Zahl geplanter Neueröffnungen nannte das Unternehmen allerdings nicht.
Pandemie und Inflation bremsten Wachstum
Wie viele Gastronomieunternehmen hatte auch Burger King in den vergangenen Jahren mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen.
Während der Corona-Pandemie führten Lockdowns und Kontaktbeschränkungen zeitweise zu deutlichen Umsatzeinbußen. Anschließend belasteten vor allem die hohe Inflation, gestiegene Energiepreise sowie höhere Personal- und Lebensmittelkosten die gesamte Gastronomiebranche.
Viele ursprünglich geplante Investitionen und Filialeröffnungen wurden deshalb verschoben.
Wettbewerb bleibt intensiv
Der deutsche Fast-Food-Markt zählt zu den am stärksten umkämpften Gastronomiesegmenten.
Neben dem langjährigen Wettbewerber McDonald’s konkurrieren zahlreiche weitere Burgerketten sowie regionale Anbieter um die Gunst der Verbraucher. Hinzu kommen Lieferdienste und sogenannte Fast-Casual-Konzepte, die mit frischen Zutaten und individuellen Angeboten um Kunden werben.
Um sich in diesem Umfeld zu behaupten, setzen die großen Systemgastronomen zunehmend auf modernisierte Restaurants, digitale Bestellsysteme, Lieferangebote und ein erweitertes Produktsortiment.
Konsumverhalten verändert sich
Gleichzeitig verändert sich das Verhalten vieler Verbraucher.
Steigende Lebenshaltungskosten führen dazu, dass Restaurantbesuche bewusster geplant werden. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Rabattaktionen, Bonusprogrammen und preisgünstigen Menüs.
Auch vegetarische und vegane Produkte gewinnen weiter an Bedeutung. Viele Schnellrestaurantketten haben ihr Angebot in den vergangenen Jahren entsprechend erweitert.
Chancen für neue Standorte
Mit der angekündigten Expansion könnte Burger King künftig sowohl neue Restaurants eröffnen als auch bestehende Standorte modernisieren.
Neue Filialen bedeuten häufig auch zusätzliche Arbeitsplätze – sowohl im Service als auch im Management und in der Logistik. Für Kommunen können Neuansiedlungen zudem Gewerbesteuereinnahmen und wirtschaftliche Impulse bringen.
Ob und wie schnell das Unternehmen seine Expansionspläne umsetzt, dürfte allerdings auch von der weiteren Entwicklung der Konsumstimmung sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abhängen.
Fazit
Nach Jahren der Zurückhaltung will Burger King in Deutschland wieder wachsen. Während Pandemie und Inflation den Ausbau des Filialnetzes erheblich gebremst hatten, sieht das Unternehmen nun bessere Rahmenbedingungen für neue Standorte. Konkrete Zahlen zu geplanten Neueröffnungen nennt die Schnellrestaurantkette zwar noch nicht, das angekündigte Wachstum signalisiert jedoch, dass Burger King den Wettbewerb auf dem deutschen Fast-Food-Markt künftig wieder offensiver gestalten möchte.