Die Norddeutsche Energie Windpark 51 GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2024 mit einer weiter verschlechterten Vermögenslage abgeschlossen. Das geht aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervor. Während die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr leicht zurückging, ist das Eigenkapital vollständig aufgezehrt. Erstmals weist das Unternehmen einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Fehlbetrag aus.
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme auf 4.865,59 Euro, nach 5.035,61 Euro ein Jahr zuvor. Das Umlaufvermögen verringerte sich dabei deutlich auf lediglich 194 Euro. Im Vorjahr hatte es noch 5.035,61 Euro betragen. Gleichzeitig weist die Gesellschaft einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Fehlbetrag von 4.671,59 Euro aus. Dieser Bilanzposten entsteht, wenn das Eigenkapital vollständig aufgezehrt ist und die vorhandenen Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigen.
Das Eigenkapital, das Ende 2023 noch 1.268,34 Euro betrug, sank im Geschäftsjahr auf null Euro. Damit verfügt die Gesellschaft bilanziell über keine eigenen finanziellen Reserven mehr. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die im Laufe des Jahres entstandenen Verluste nicht mehr durch vorhandenes Eigenkapital ausgeglichen werden konnten.
Auch auf der Passivseite zeigt sich eine Verschlechterung der finanziellen Situation. Die Rückstellungen stiegen von 750 Euro auf 1.300 Euro, was auf höhere erwartete Verpflichtungen hindeutet. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 3.017,27 Euro auf 3.565,59 Euro. Damit entfällt der überwiegende Teil der Finanzierung der Gesellschaft inzwischen auf Fremdkapital.
Positiv hervorzuheben ist, dass zum Abschlussstichtag keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen wesentlichen Haftungsverhältnisse nach § 251 Handelsgesetzbuch bestanden. Zusätzliche, außerhalb der Bilanz bestehende Risiken wurden somit nicht ausgewiesen.
Persönlich haftende Gesellschafterin der Norddeutsche Energie Windpark 51 GmbH & Co. KG ist die eno energy Beteiligungs GmbH, deren gezeichnetes Kapital 25.000 Euro beträgt. Die Komplementär-GmbH übernimmt die Geschäftsführung und die persönliche Haftung der Kommanditgesellschaft.
Der Jahresabschluss wurde von Geschäftsführer Karsten Porm am 1. Juni 2025 unterzeichnet. Die Feststellung beziehungsweise Billigung des Abschlusses erfolgte am 15. September 2025.
Aus den veröffentlichten Bilanzdaten allein lassen sich keine Rückschlüsse auf die operative Entwicklung oder mögliche Zukunftsplanungen des Unternehmens ziehen. Die Zahlen zeigen jedoch, dass sich die Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2024 in einer bilanziell angespannten Situation befand. Ob und wie die Kapitalbasis künftig wieder gestärkt werden soll, geht aus dem veröffentlichten Abschluss nicht hervor.