Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der Floin AG mit Sitz in Vaduz die Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen (Crypto-Asset Service Provider – CASP) erteilt. Die Bewilligung erfolgte am 10. Juni 2026 auf Grundlage der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR), die ein einheitliches Regelwerk für den Kryptosektor innerhalb Europas schaffen soll.
Mit der Zulassung gehört die Floin AG zu den Unternehmen, die ihre Dienstleistungen künftig unter dem neuen europäischen Regulierungsrahmen anbieten dürfen. Die MiCAR-Verordnung gilt als Meilenstein für die Regulierung von Kryptowerten und soll insbesondere für mehr Transparenz, Anlegerschutz und Rechtssicherheit sorgen.
Umfangreiche Kryptodienstleistungen genehmigt
Nach Angaben der FMA umfasst die erteilte Lizenz mehrere zentrale Tätigkeitsbereiche im Kryptosektor. So darf die Floin AG künftig Kryptowerte für Kunden verwahren und verwalten sowie den Tausch von Kryptowerten gegen gesetzliche Zahlungsmittel anbieten.
Darüber hinaus wurde dem Unternehmen die Genehmigung erteilt, Kryptowährungen gegen andere Kryptowährungen zu tauschen. Ebenfalls erlaubt sind die Platzierung von Kryptowerten sowie die Erbringung von Transferdienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten.
Damit deckt die Zulassung wesentliche Bereiche des modernen Kryptogeschäfts ab und ermöglicht der Gesellschaft ein breites Dienstleistungsangebot innerhalb des europäischen Rechtsrahmens.
MiCAR schafft europaweit einheitliche Standards
Die Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ (MiCAR) wurde von der Europäischen Union geschaffen, um den bislang stark fragmentierten Kryptomarkt stärker zu regulieren. Ziel ist es, einheitliche Anforderungen für Anbieter von Kryptodienstleistungen festzulegen und gleichzeitig den Schutz von Anlegern und Marktteilnehmern zu verbessern.
Unternehmen, die unter MiCAR zugelassen werden, müssen umfangreiche organisatorische, finanzielle und regulatorische Anforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem Vorgaben zur Unternehmensführung, zum Risikomanagement, zur Geldwäscheprävention sowie zum Schutz von Kundengeldern und Kryptowerten.
Bedeutung für den Finanzplatz Liechtenstein
Die Zulassung der Floin AG unterstreicht die Bedeutung Liechtensteins als Standort für regulierte Blockchain- und Kryptounternehmen. Das Fürstentum verfolgt seit Jahren das Ziel, Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte mit einem klaren regulatorischen Rahmen zu verbinden.
Mit der Umsetzung der europäischen MiCAR-Vorgaben positioniert sich Liechtenstein weiterhin als einer der führenden europäischen Standorte für regulierte Kryptodienstleistungen.
Für Anleger bedeutet die Zulassung vor allem, dass die Floin AG ihre Dienstleistungen künftig unter der Aufsicht der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht und im Rahmen der europaweit geltenden MiCAR-Regeln anbieten darf.