Amtsgericht Ingolstadt – Aktenzeichen IN 156/26 und IN 226/26
Das Amtsgericht Ingolstadt hat im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Vifogra GmbH mit Firmensitz in der Sudetenstraße 20 in 86529 Schrobenhausen die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Handelsregisternummer HRB 11522 eingetragen.
Die gerichtlichen Beschlüsse wurden unter den Aktenzeichen IN 156/26 sowie IN 226/26 am 22.05.2026 erlassen. In beiden Verfahren ordnete das Insolvenzgericht um 09:30 Uhr Sicherungsmaßnahmen nach §§ 21 und 22 Insolvenzordnung an. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Vanessa Pomp aus München bestellt.
Die Vifogra GmbH wurde von den Geschäftsführern Friedrich Uwe sowie Michael Schmelzer vertreten. Nach öffentlich bekannten Unternehmensinformationen war das Unternehmen im industriellen und technischen Umfeld tätig. Der Name Vifogra steht insbesondere für Lösungen im Bereich grafischer und technischer Produktion sowie industrielle Dienstleistungen. Das Unternehmen war nach außen mit technischen Fertigungs und Produktionsleistungen verbunden und bediente gewerbliche Kunden aus unterschiedlichen Branchen.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung dürfen Verfügungen über Vermögensgegenstände der Gesellschaft nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin vorgenommen werden. Diese Regelung umfasst ausdrücklich auch die Einziehung offener Forderungen und Außenstände.
Das Insolvenzgericht verfolgt mit der Entscheidung das Ziel, das Vermögen der Gesellschaft zu sichern und eine geordnete Prüfung der wirtschaftlichen Lage zu ermöglichen. Die vorläufige Insolvenzverwalterin erhält dabei umfassende Kontrollrechte über Zahlungsströme und Vermögenswerte der Gesellschaft.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten treffen damit ein weiteres Unternehmen aus dem mittelständisch geprägten Wirtschaftsraum Oberbayern. Gerade Unternehmen aus technischen Produktions und Dienstleistungsbereichen stehen derzeit unter erheblichem Druck durch steigende Energie und Materialkosten, hohe Finanzierungskosten sowie eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Auftraggeber.
Ob für die Vifogra GmbH eine Sanierungslösung gefunden werden kann oder ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird, bleibt Gegenstand der weiteren Prüfung durch das Amtsgericht Ingolstadt und die vorläufige Insolvenzverwaltung.
Amtsgericht Ingolstadt – Insolvenzgericht
22.05.2026