Eine neue Phishing-Kampagne sorgt derzeit für Verunsicherung unter Bankkunden: Kriminelle versenden täuschend echt wirkende E-Mails im Namen der Commerzbank und fordern zur angeblichen Aktualisierung des TAN-Verfahrens auf.
Täuschend echte Nachricht mit gefährlicher Absicht
Unter dem Betreff „Ihre Commerzbank bittet um Beachtung dieser Mitteilung“ werden Empfänger dazu aufgefordert, ihr TAN-Verfahren innerhalb von 24 Stunden zu aktualisieren. Als Begründung nennen die Betrüger angebliche Maßnahmen zur „Sicherheit und Funktionalität“ des Kontos.
Die kurze Frist ist dabei kein Zufall: Sie soll gezielt Druck erzeugen und Betroffene zu vorschnellem Handeln verleiten.
Drohungen sollen zur Preisgabe sensibler Daten führen
In vielen Fällen drohen die Täter zusätzlich mit der Sperrung des Kontos oder der Bankkarte, sollte die Aufforderung nicht rechtzeitig umgesetzt werden. Ziel ist es, die Empfänger über einen in der E-Mail enthaltenen Link auf gefälschte Webseiten zu locken und dort zur Eingabe sensibler Daten zu bewegen.
Typische Warnsignale erkennen
Die betrügerischen Nachrichten weisen mehrere klassische Merkmale von Phishing auf:
- Unpersönliche Anrede
- Auffällige oder unseriöse Absenderadresse
- Künstlich erzeugte Dringlichkeit (z. B. „24 Stunden Frist“)
- Eingebettete Links zur „Bestätigung“
- Drohungen mit Kontosperrung
So sollten Betroffene reagieren
Experten raten dringend dazu, auf solche E-Mails nicht zu reagieren:
- Keine Links anklicken und keine Daten eingeben
- E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben
- Im Zweifel direkt über die offizielle Website oder App der Commerzbank prüfen, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht
Einordnung
Phishing-Angriffe gehören weiterhin zu den häufigsten Betrugsformen im digitalen Raum. Gerade bekannte Banken werden regelmäßig von Kriminellen missbraucht, um Vertrauen auszunutzen. Umso wichtiger ist es, wachsam zu bleiben und verdächtige Nachrichten konsequent zu ignorieren.