Die zuständigen Behörden warnen vor dem Produkt „Ginseng 48 hours Gold Chocolate“ in der 16-Gramm-Verpackung. Betroffen ist die Charge mit der Batch Number DBI102020 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.09.2028. Auf der Verpackung findet sich lediglich die Kontaktangabe info@48grup.com. Eine verantwortliche Person innerhalb der Europäischen Union ist nicht angegeben.
Laboruntersuchungen haben ergeben, dass das Produkt das verschreibungspflichtige Arzneimittel Sildenafil enthält, ohne dass dieser Wirkstoff auf der Verpackung deklariert ist. Sildenafil ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen und darf weder Lebensmitteln noch Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt werden. Die Einnahme darf ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da es zu erheblichen Nebenwirkungen und gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann.
Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem Blutdruckabfall, Herzrasen, Angina-pectoris-Beschwerden, Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Magenbeschwerden, Wahrnehmungsstörungen sowie eine Einschränkung des Reaktionsvermögens. In seltenen Fällen kann es zu einer schmerzhaften Dauererektion, zu Sehstörungen oder zu schwerwiegenden Augenerkrankungen wie einer nichtarteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie kommen. Besonders gefährdet sind Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder solche, die bestimmte Medikamente einnehmen, etwa Nitrate.
Die Vertriebswege des Produkts sind derzeit nicht bekannt. Es wird jedoch von einem bundesweiten Vertrieb ausgegangen. Nach aktuellem Stand sind alle Bundesländer betroffen.
Verbraucherinnen und Verbraucher werden dringend aufgefordert, das Produkt nicht zu verzehren. Sollten nach dem Konsum gesundheitliche Beschwerden auftreten, ist unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei sollte auf die mögliche Aufnahme von Sildenafil hingewiesen werden.
Die Information der Öffentlichkeit erfolgt durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, da weder gesicherte Vertriebswege noch weitere verantwortliche Inverkehrbringer im Bundesgebiet bekannt sind. Die Meldung wurde am 24.04.2026 veröffentlicht und zuletzt am selben Tag aktualisiert.