Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Angeboten auf der Website michaelscherbaum(.)com. Nach Erkenntnissen der Aufsichtsbehörde besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Wertpapierdienstleistungen anbieten.
Besonders schwer wiegt der Hinweis der BaFin auf einen Identitätsmissbrauch. Entgegen der Darstellung auf der Website besteht kein Zusammenhang mit der tatsächlich existierenden Vermögensverwaltung Michael Scherbaum e.K. mit Sitz in Haar. Das Unternehmen steht in keiner Verbindung zu den auf der Website angebotenen Dienstleistungen oder den beworbenen Festgeldanlagen.
Identitätsmissbrauch ist eine häufige Methode im Bereich des Anlagebetrugs. Dabei geben sich Betreiber als legitime und bestehende Unternehmen aus, um Vertrauen bei potenziellen Anlegern zu schaffen. Für Verbraucher ist dies oft schwer zu erkennen, da Namen, Impressumsangaben oder Firmendaten täuschend echt übernommen werden.
Die Warnung der BaFin erfolgt auf Grundlage von § 37 Kreditwesengesetz. Diese Vorschrift erlaubt es der Aufsichtsbehörde, die Öffentlichkeit über Anbieter zu informieren, die möglicherweise unerlaubt Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen erbringen.
Aus Anlegersicht ist bei solchen Konstellationen besondere Vorsicht geboten. Neben der fehlenden Erlaubnis besteht hier zusätzlich das Risiko gezielter Täuschung durch die missbräuchliche Verwendung eines seriösen Firmennamens. Anleger sollten daher keine Geschäftsbeziehungen eingehen und insbesondere keine Gelder überweisen.
Die BaFin empfiehlt, Anbieter stets über die offizielle Unternehmensdatenbank zu überprüfen und bei Zweifeln direkten Kontakt mit dem tatsächlich existierenden Unternehmen aufzunehmen. Die Warnung zu michaelscherbaum(.)com ist als deutliches Signal für mögliche betrügerische Aktivitäten zu werten.