Die BaFin warnt aktuell vor den Websites u4p7g(.)top und pgimc2c(.)buzz. Hinter den Plattformen steht offenbar ein betrügerisches Netzwerk, das unter der Bezeichnung „PGIM Pro“ auftritt und gezielt Anleger anspricht.
Nach Erkenntnissen der Aufsicht besteht der Verdacht, dass die Betreiber ohne erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptodienstleistungen anbieten. Besonders brisant: Die Täter nutzen den Namen der renommierten PGIM Limited, um Seriosität vorzutäuschen. Tatsächlich besteht keinerlei Verbindung zu dem echten Unternehmen – es handelt sich um einen klaren Fall von Identitätsmissbrauch.
Die Masche folgt einem bekannten Muster. Über soziale Netzwerke werden potenzielle Opfer gezielt kontaktiert, unter anderem von einer Person, die sich „Coral“ nennt. In persönlichen Nachrichten oder Chats werden vermeintlich lukrative Anlagemöglichkeiten beworben – häufig mit Fokus auf Kryptowährungen.
Interessierte Nutzer werden dazu gebracht, Geld zu investieren und ihre Kryptowerte auf externe Wallets zu übertragen. Der entscheidende Trick: Entgegen den Versprechungen der Anbieter verlieren die Anleger anschließend die Kontrolle über ihre Gelder. Ein Zugriff ist nicht mehr möglich – das investierte Geld ist faktisch verloren.
Die BaFin weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Anbieter von Finanz- und Kryptodienstleistungen in Deutschland eine behördliche Erlaubnis benötigen. Fehlt diese, handelt es sich um ein erhebliches Warnsignal.
Anleger sollten daher vor jeder Investition prüfen, ob ein Unternehmen in der offiziellen Datenbank der Aufsicht registriert ist. Gerade bei Angeboten, die über soziale Medien verbreitet werden, ist besondere Vorsicht geboten. Hohe Renditeversprechen, persönlicher Druck und die Aufforderung, Geld schnell zu transferieren, sind typische Merkmale betrügerischer Modelle.
Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, wie professionell Täter vorgehen. Sie kombinieren bekannte Markennamen mit gezielter Ansprache und emotionaler Manipulation, um Vertrauen aufzubauen und Investoren in die Falle zu locken.
Die Warnung der BaFin basiert auf gesetzlichen Grundlagen wie dem Kreditwesengesetz und dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz. Sie dient dazu, Verbraucher frühzeitig zu sensibilisieren und vor möglichen finanziellen Schäden zu schützen.
Für Anleger gilt daher: Misstrauen ist kein Nachteil, sondern eine wichtige Schutzmaßnahme – insbesondere in einem Umfeld, in dem digitale Betrugsmaschen immer raffinierter werden.