Urlauber in der italienischen Küstenstadt Pesaro müssen sich auf neue Regeln einstellen: Ab dem 1. April ist das Rauchen an allen Stränden der Stadt verboten. Das gilt nicht nur für klassische Zigaretten, sondern auch für E-Zigaretten. Wer sich nicht daran hält, riskiert empfindliche Bußgelder von bis zu 500 Euro.
Rauchen nur noch in ausgewiesenen Bereichen
Eine Ausnahme gibt es lediglich an Strandbars. Dort dürfen Betreiber spezielle Raucherzonen einrichten, sofern ausreichend Aschenbecher bereitgestellt werden. Außerhalb dieser Bereiche gilt jedoch ein striktes Rauchverbot. Die Kontrollen übernehmen die örtliche Polizei am Strand sowie die Küstenwache im Wasserbereich bis 200 Meter vor der Küste.
Umweltschutz als Hauptgrund
Die Stadt begründet die Maßnahme vor allem mit dem Schutz der Umwelt. Zigarettenfilter bestehen aus Kunststoff und benötigen bis zu 15 Jahre, um sich zu zersetzen. Dabei setzen sie Schadstoffe und Mikroplastik frei, die Meer und Strände belasten. Unterstützt wird die Initiative von der Umweltorganisation Plastic Free Onlus, die auf die massive Verschmutzung durch Zigarettenreste hinweist.
Verbot kein Einzelfall
Pesaro reiht sich damit in eine wachsende Zahl italienischer Orte ein, die ähnliche Regeln eingeführt haben. Auch in anderen Küstenregionen wie Venetien, Sardinien oder Ligurien gelten bereits Einschränkungen für Raucher an Stränden. Ein landesweites Verbot existiert zwar nicht, doch die Entwicklung zeigt klar in Richtung rauchfreier Küsten.
Für Urlauber bedeutet das: Wer in Italien am Strand entspannen möchte, muss künftig häufiger auf die Zigarette verzichten – oder gezielt nach ausgewiesenen Raucherbereichen suchen.