Für viele deutsche mittelständische Unternehmen verlieren die USA als Wirtschaftsstandort zunehmend an Attraktivität. Das geht aus einer Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KfW hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.
Demnach spüren zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmen negative Auswirkungen der US-Politik unter Präsident Donald Trump auf ihre Geschäfte. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen gab an, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten negativ auf ihr Geschäft auswirken.
Besonders deutlich fällt das Urteil bei einem Teil der Unternehmen aus: Rund 25 Prozent berichten sogar von „sehr negativen“ Folgen für ihre wirtschaftlichen Aktivitäten.
Rückzug aus dem US-Geschäft
Vor diesem Hintergrund ziehen einige deutsche Mittelständler Konsequenzen. Laut der Umfrage denken viele Firmen darüber nach, ihre Aktivitäten in den USA zu reduzieren oder sich ganz aus dem Markt zurückzuziehen. Gründe sind unter anderem politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und mögliche wirtschaftliche Risiken.
Der deutsche Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Gerade für exportorientierte Unternehmen spielen internationale Märkte traditionell eine wichtige Rolle. Wenn sich nun Firmen verstärkt aus dem US-Geschäft zurückziehen, könnte das auch Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA haben.
Bedeutung für die Wirtschaft
Experten sehen in der Entwicklung ein Zeichen dafür, dass politische Entscheidungen zunehmend Einfluss auf wirtschaftliche Investitionsentscheidungen haben. Unternehmen prüfen daher verstärkt, welche internationalen Märkte künftig stabilere Bedingungen bieten.