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Umzug mit teurer Folge: Mutter erhält hohe Strafe wegen Batterien im Müll

MasterTux (CC0), Pixabay

Ein gewöhnlicher Umzug entwickelte sich für eine Mutter auf der britischen Kanalinsel Guernsey zu einem kostspieligen Albtraum. Weil sie alte Spielsachen samt Batterien in den Hausmüll geworfen hatte, erhielt sie plötzlich eine Rechnung über umgerechnet mehr als 13.000 Euro. Der Vorfall zeigt eindrucksvoll, wie streng Umweltvorschriften beim Umgang mit Batterien sein können – und welche finanziellen Folgen ein scheinbar kleiner Fehler haben kann.

Alte Spielsachen landen im Müll

Krystal Ogier wollte nach eigenen Angaben lediglich ihr Zuhause ausmisten. Wegen steigender Kosten musste sie umziehen und trennte sich dabei von vielen Gegenständen, die ihre Familie nicht mehr benötigte. Dazu gehörten auch alte Spielsachen ihrer Kinder.

Was sie dabei übersah: In mehreren der Spielsachen befanden sich noch Batterien. Diese landeten zusammen mit dem übrigen Müll in der Tonne und wurden später von der örtlichen Müllabfuhr abgeholt.

Erst einige Zeit später folgte die überraschende Konsequenz.

Rechnung über mehr als 11.000 Pfund

Nach Angaben der britischen Rundfunkanstalt BBC erhielt Ogier eine Rechnung der Entsorgungsfirma über 11.500 Pfund, umgerechnet rund 13.300 Euro.

Der Grund: In ihrem Müll seien 23 Batterien entdeckt worden. Das Unternehmen stellte dafür 500 Pfund pro Batterie in Rechnung.

Für die Mutter war die Forderung ein Schock. Sie schilderte später, wie sie die Rechnung zunächst kaum glauben konnte.

„Mein Kopf explodierte. Ich habe am Telefon geweint“, berichtete sie der BBC. Zwar sei ihr bewusst gewesen, dass Batterien nicht in den Hausmüll gehören. Doch beim Ausräumen habe sie schlicht nicht daran gedacht, die Batterien vorher aus den Spielsachen zu entfernen.

Forderung später reduziert

Nach dem ersten Schock griff Ogier zum Telefon und kontaktierte die Entsorgungsfirma. Sie erklärte ihre Situation und bat um eine Überprüfung der hohen Strafgebühr.

Das Unternehmen zeigte schließlich Kulanz. Die ursprünglich geforderte Summe wurde auf 1000 Pfund (etwa 1160 Euro) reduziert.

Trotz der Reduzierung bleibt der Betrag für die Familie eine erhebliche Belastung. Der Umzug sei ohnehin aus finanziellen Gründen notwendig gewesen, erklärte Ogier. „Wenn dann noch solche zusätzlichen Kosten entstehen, ist das wirklich niederschmetternd.“

Warum Batterien als gefährlich gelten

Die Entsorgungsfirma verteidigte die ursprüngliche Höhe der Strafe mit Sicherheitsargumenten. Batterien gelten im Müll als potenziell gefährlich, weil sie beschädigt werden und Brände auslösen können.

Auf Deponien oder in Müllsortieranlagen können beschädigte Batterien Funken erzeugen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Müll entzündet – mit Risiken für Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe sowie für die Umwelt.

Aus diesem Grund gelten in vielen Ländern strenge Vorschriften für die Entsorgung von Batterien.

Auch in Deutschland verboten

Auch in Deutschland dürfen Batterien grundsätzlich nicht im Hausmüll entsorgt werden. Stattdessen müssen sie getrennt gesammelt und recycelt werden.

Die Strafen fallen hier allerdings deutlich niedriger aus als im Fall auf Guernsey. Je nach Bundesland können Bußgelder bis zu 2500 Euro betragen – unabhängig davon, wie viele Batterien im Müll gefunden wurden.

Verbraucher haben in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten zur kostenlosen Entsorgung. Batterien können überall dort abgegeben werden, wo sie verkauft werden – etwa in Supermärkten, Drogerien oder Elektrogeschäften. Dort stehen meist spezielle Sammelboxen bereit.

Umweltproblem Batterien

Der strenge Umgang mit Batterien hat auch ökologische Gründe. In vielen Batterien befinden sich Stoffe wie Lithium, Nickel oder andere Metalle, die bei falscher Entsorgung Boden und Wasser belasten können.

Durch Recycling können diese Rohstoffe wiederverwendet werden. Gleichzeitig wird verhindert, dass gefährliche Stoffe in die Umwelt gelangen.

Eine kleine Unachtsamkeit mit großen Folgen

Der Fall aus Guernsey zeigt, wie schnell ein scheinbar kleiner Fehler zu großen finanziellen Konsequenzen führen kann. Ein paar vergessene Batterien in alten Spielsachen – und aus einem gewöhnlichen Umzug wird plötzlich eine teure Lektion in Sachen Mülltrennung.

Für Krystal Ogier bleibt am Ende vor allem die Hoffnung, dass andere aus ihrem Erlebnis lernen. Denn manchmal genügt ein kurzer Blick in ein Spielzeug – um tausende Euro zu sparen.

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