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Alarm im Wallis: Riesiger Erdspalt wächst täglich – Schweizer Dorf könnte evakuiert werden
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Alarm im Wallis: Riesiger Erdspalt wächst täglich – Schweizer Dorf könnte evakuiert werden

xiSerge (CC0), Pixabay

Im Schweizer Kanton Wallis sorgt ein immer größer werdender Erdspalt für Sorge bei Behörden und Anwohnern. Oberhalb des Dorfes Chippis hat sich eine gewaltige Bruchlinie im Hang gebildet, die nach Einschätzung von Geologen einen gefährlichen Hangrutsch auslösen könnte. Sollte sich die instabile Erdmasse lösen, drohen schwere Schäden – möglicherweise sogar eine Überschwemmung des gesamten Dorfes.

Erdspalt wächst jeden Tag

Der Riss im Hang wurde bereits im vergangenen Herbst entdeckt. Inzwischen hat er eine Länge von rund 250 Metern erreicht und ist an manchen Stellen bereits 80 Zentimeter bis einen Meter breit. Besonders besorgniserregend: Der Spalt wächst weiterhin – täglich um etwa zwei bis vier Millimeter.

Nach aktuellen Berechnungen könnten sich im schlimmsten Fall bis zu 500.000 Kubikmeter Gestein und Erdreich lösen und ins Tal stürzen. Das Gebiet wird deshalb von Experten permanent überwacht.

Gefahr für Dorf und Fluss

Die mögliche Rutschung hätte weitreichende Folgen für das Tal. Sollte der Hang abrutschen, könnte das Material das Flussbett der Navizence blockieren. Dadurch könnte sich ein natürlicher Staudamm bilden, hinter dem sich Wasser aufstaut.

Wenn dieser Damm später nachgibt oder das Wasser überläuft, drohen plötzliche Überschwemmungen. Besonders gefährdet wäre das Dorf Chippis mit rund 1.500 Einwohnern, da der Fluss direkt durch den Ort verläuft.

Behörden bereiten Evakuierung vor

Die lokalen Behörden bereiten sich deshalb bereits auf eine mögliche Evakuierung des Dorfes vor. Noch ist unklar, ob und wann ein Hangrutsch tatsächlich eintreten könnte. Doch angesichts der kontinuierlichen Bewegung im Hang wollen die Verantwortlichen kein Risiko eingehen.

Geologen beobachten die Entwicklung täglich und messen die Bewegungen im Gelände mit speziellen Sensoren und Vermessungstechniken.

Erinnerungen an Katastrophe im Wallis

Die aktuelle Situation weckt auch Erinnerungen an eine schwere Naturkatastrophe im selben Kanton. Im Mai 2025 kam es im Lötschental zu einem massiven Fels- und Gletschersturz oberhalb des Dorfes Blatten.

Damals stürzten schätzungsweise neun Millionen Kubikmeter Fels, Geröll und Eis ins Tal. Der Fluss wurde blockiert, wodurch sich ein See bildete. Große Teile des Dorfes wurden verschüttet oder später vom aufgestauten Wasser überflutet. Die Einwohner konnten zuvor rechtzeitig evakuiert werden.

Naturgefahren nehmen zu

Experten beobachten in den Alpen zunehmend instabile Berghänge. Gründe dafür können unter anderem sein:

  • auftauender Permafrost im Hochgebirge

  • stärkere Niederschläge

  • Temperaturschwankungen

  • geologische Spannungen im Gestein

Diese Faktoren können Hänge destabilisieren und Felsstürze oder Erdrutsche wahrscheinlicher machen.

Situation bleibt angespannt

Für die Bewohner von Chippis bleibt die Lage vorerst unsicher. Solange der Erdspalt weiter wächst, bleibt das Risiko eines Hangrutsches bestehen.

Die Behörden setzen daher auf frühzeitige Warnsysteme und vorbereitete Evakuierungspläne, um im Ernstfall schnell reagieren zu können und die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen.

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