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Galeria unter Druck: Zukunft mehrerer Warenhäuser hängt an neuen Mietverträgen

Felix-Mittermeier (CC0), Pixabay

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria steht erneut vor schwierigen Entscheidungen. Wie das Unternehmen mitteilte, könnte es in Deutschland zu weiteren Filialschließungen kommen. Hintergrund sind laufende Verhandlungen über Mietverträge an mehreren Standorten. Sollten die Gespräche mit den Vermietern scheitern, droht einigen Warenhäusern das Aus.

Acht Standorte im Fokus der Verhandlungen

Konkret drängt Galeria an acht Standorten auf niedrigere Mieten. An diesen Filialen laufen die bestehenden Mietverträge in absehbarer Zeit aus. Nach Angaben des Unternehmens haben bereits Gespräche mit den jeweiligen Vermietern begonnen.

Zu den betroffenen Städten gehören unter anderem:

  • München

  • Berlin

  • Köln

  • Braunschweig

Welche Filialen letztlich erhalten bleiben können, hängt maßgeblich davon ab, ob sich Galeria mit den Immobilienbesitzern auf neue Mietkonditionen einigen kann.

Mieten als entscheidender Kostenfaktor

Die Mietkosten gelten seit Jahren als einer der größten finanziellen Belastungsfaktoren für Warenhausketten. Viele Galeria-Filialen befinden sich in zentralen Innenstadtlagen, in denen die Mieten traditionell besonders hoch sind.

Für das Unternehmen ist daher entscheidend, dass die Kostenstruktur langfristig tragfähig bleibt. Niedrigere Mieten gelten aus Sicht des Managements als Voraussetzung, um einzelne Häuser wirtschaftlich weiter betreiben zu können.

Teil eines umfassenden Sanierungskurses

Die möglichen Schließungen sind Teil der laufenden Restrukturierung des Unternehmens. Galeria hat in den vergangenen Jahren mehrere Insolvenzen durchlaufen und versucht seitdem, sein Filialnetz und sein Geschäftsmodell neu auszurichten.

Dabei setzt der Konzern auf eine Kombination aus:

  • wirtschaftlich tragfähigen Innenstadtstandorten

  • einer stärkeren Sortimentsausrichtung

  • neuen Konzepten für Warenhäuser.

Filialen, die dauerhaft Verluste schreiben oder bei denen keine wirtschaftliche Lösung bei den Mietkosten gefunden wird, stehen jedoch weiterhin auf dem Prüfstand.

Derzeit 83 Warenhäuser in Deutschland

Aktuell betreibt Galeria 83 Warenhäuser in Deutschland. Noch vor wenigen Jahren lag die Zahl deutlich höher. Im Zuge der vergangenen Sanierungsrunden wurden bereits zahlreiche Filialen geschlossen.

Die kommenden Mietverhandlungen könnten nun darüber entscheiden, ob das Netz weiter verkleinert wird.

Zukunft der Warenhäuser bleibt unsicher

Die Situation von Galeria spiegelt zugleich die strukturellen Probleme vieler Warenhausketten wider. Onlinehandel, veränderte Einkaufsgewohnheiten und steigende Kosten setzen dem klassischen Kaufhauskonzept zunehmend zu.

Ob es dem Unternehmen gelingt, durch neue Mietvereinbarungen weitere Filialen zu sichern, dürfte deshalb nicht nur für Galeria selbst, sondern auch für viele Innenstädte von Bedeutung sein. Schließlich gelten Warenhäuser vielerorts noch immer als wichtige Publikumsmagneten im Einzelhandel.

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