In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche wieder deutlich gestiegen. Nach einem Bericht der Volksstimme nähert sich die Zahl der Taten inzwischen wieder dem Niveau an, das vor der Corona-Pandemie registriert wurde.
Nach Angaben des Innenministerium Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr rund 2.100 Einbrüche in Wohnungen und Häuser registriert. Damit ist ein spürbarer Anstieg gegenüber den Jahren während der Pandemie zu verzeichnen, in denen deutlich weniger Einbrüche gemeldet wurden.
Pandemie hatte Einbruchszahlen gedrückt
Während der Corona-Jahre waren Einbruchszahlen in vielen Regionen Deutschlands zurückgegangen. Ein Grund dafür war, dass viele Menschen häufiger zu Hause waren – etwa durch Homeoffice oder Kontaktbeschränkungen. Dadurch hatten Täter weniger Gelegenheit, unbemerkt in Wohnungen oder Häuser einzudringen.
Mit der Rückkehr zum normalen Alltag hat sich diese Situation jedoch wieder verändert. Mehr Menschen sind tagsüber außer Haus, wodurch Einbrecher erneut größere Zeitfenster für ihre Taten finden.
Polizei vermutet Serientäter
Nach Einschätzung der Polizei könnte ein erheblicher Teil der Einbrüche auf das Konto sogenannter Serientäter gehen. Dabei handelt es sich häufig um Täter oder Tätergruppen, die innerhalb kurzer Zeit mehrere ähnliche Einbrüche in einer Region verüben.
Solche Täter gehen oft nach einem festen Muster vor. Sie wählen gezielt Wohngebiete aus, beobachten Häuser und schlagen dann zu, wenn Bewohner abwesend sind.
Festnahme eines mutmaßlichen Serientäters
Erst vor wenigen Tagen gelang der Polizei ein Fahndungserfolg. In Aschersleben wurde ein mutmaßlicher Serieneinbrecher festgenommen. Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Verdächtige für mehrere Einbrüche in der Region verantwortlich sein könnte.
Solche Festnahmen können nach Angaben der Polizei dazu beitragen, ganze Einbruchsserien zu stoppen.
Polizei rät zu mehr Vorsicht
Angesichts der steigenden Zahlen rät die Polizei Hausbesitzern und Mietern zu verstärkter Aufmerksamkeit. Einfache Maßnahmen können Einbrecher häufig bereits abschrecken. Dazu zählen beispielsweise:
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gut gesicherte Türen und Fenster
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Bewegungsmelder und Außenbeleuchtung
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aufmerksame Nachbarn
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sichtbare Alarmanlagen oder Sicherheitstechnik
Auch während längerer Abwesenheiten, etwa im Urlaub, empfiehlt die Polizei, Wohnungen nicht vollständig unbelebt wirken zu lassen – etwa durch Zeitschaltuhren für Licht oder durch Nachbarn, die regelmäßig nach dem Rechten sehen.
Einbruch bleibt belastende Straftat
Für Betroffene bedeutet ein Einbruch oft nicht nur einen finanziellen Schaden, sondern auch eine erhebliche psychische Belastung. Viele Opfer fühlen sich nach einem Einbruch in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher.
Die Polizei betont deshalb, dass Prävention und schnelle Ermittlungen eine zentrale Rolle spielen, um die Zahl der Einbrüche langfristig wieder zu senken.