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Gut abgesichert mit Hund und Katze: Worauf Tierhalter bei Versicherungen achten sollten

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Hunde und Katzen sind für viele Menschen weit mehr als nur Haustiere – sie gehören zur Familie. Doch so groß die Freude über den tierischen Begleiter ist, so schnell kann es auch teuer werden. Verursacht ein Tier einen Schaden oder verletzt eine Person, haften grundsätzlich die Halterinnen und Halter. Die Verbraucherzentrale Brandenburg informiert deshalb über den passenden Versicherungsschutz für Vierbeiner.

Besonders wichtig ist eine private Haftpflichtversicherung. Sie schützt vor hohen finanziellen Forderungen, wenn durch das eigene Tier ein Schaden entsteht. Bei Kleintieren wie Katzen, Vögeln oder Meerschweinchen sind Schäden in der Regel über eine bestehende private Haftpflichtversicherung mitversichert – sofern eine solche abgeschlossen wurde. Ohne Versicherungsschutz müssen Tierhalter für alle verursachten Schäden in voller Höhe selbst aufkommen. Das kann im Ernstfall existenzbedrohend sein.

Anders sieht es bei Hunden aus. Sie sind nicht automatisch über die private Haftpflicht abgesichert. Für sie ist eine eigene Hundehaftpflichtversicherung dringend zu empfehlen. In einigen Bundesländern wie Berlin, Hamburg, Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt besteht sogar eine generelle Versicherungspflicht für alle Hundehalter. In Brandenburg gilt diese Pflicht nur für bestimmte als gefährlich eingestufte Rassen. Unabhängig von der gesetzlichen Lage rät die Verbraucherzentrale jedoch allen Hundehalterinnen und Hundehaltern zu einer entsprechenden Absicherung.

Empfohlen wird eine Versicherungssumme von mindestens zehn Millionen Euro für Personen- und Sachschäden sowie mindestens 50.000 Euro für Vermögensschäden. Die Beiträge liegen je nach Tarif meist zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr.

Beim Abschluss sollten Verbraucher die Bedingungen genau prüfen. Die Leistungen unterscheiden sich teils erheblich. Manche Anbieter schließen bestimmte Rassen aus oder verlangen für sogenannte Kampfhunde höhere Beiträge. Sinnvolle Zusatzleistungen sind etwa Versicherungsschutz im Ausland, die Mitversicherung von Welpen für mindestens sechs Monate oder die Absicherung von Schäden, die während der Betreuung durch Hundesitter entstehen. Auch Mietsachschäden in ausreichender Höhe sowie eine Vorsorgeversicherung bei Anschaffung eines weiteren Hundes können wichtig sein.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Tarife sorgfältig zu vergleichen und nicht nur auf den Preis zu achten. Ein umfassender Versicherungsschutz sorgt dafür, dass Tierhalter ihren Alltag mit Hund oder Katze unbeschwert genießen können – ohne im Schadensfall vor finanziellen Problemen zu stehen.

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