Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen sich ab Freitag erneut auf massive Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat bundesweit zu neuen Warnstreiks aufgerufen.
Besonders betroffen sind mehrere Bundesländer im Norden. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sollen Beschäftigte von Bus- und Bahnunternehmen die Arbeit niederlegen. Auch in Hamburg kommt es zu Ausfällen: Dort ruft ver.di die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der U-Bahn sowie vieler Stadtbuslinien zum Streik auf.
Wie lange die Arbeitsniederlegungen andauern, ist regional unterschiedlich. Teilweise sind die Maßnahmen nur für einen Tag angekündigt, andernorts können sie sich über mehrere Tage erstrecken. Fahrgäste müssen mit ausgedünnten Fahrplänen, Verspätungen oder kompletten Ausfällen rechnen.
Nicht betroffen ist der Nahverkehr in Niedersachsen. Dort gilt aufgrund eines noch laufenden Tarifvertrags eine Friedenspflicht, Streiks sind deshalb ausgeschlossen.
Hintergrund der Warnstreiks sind laufende Tarifverhandlungen. Mit den Aktionen will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Pendlerinnen und Pendler sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Fahrpläne informieren und nach Möglichkeit alternative Verbindungen einplanen.