Die Windpark Stotel Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bremen weist für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag von 2.073,50 Euro aus. Aus Anlegersicht zeigt sich eine sehr kleine Beteiligungsgesellschaft mit überschaubarer Vermögensbasis, nicht vollständig eingezahltem Stammkapital und fortgesetztem Eigenkapitalrückgang.
Bilanzstruktur: Sehr geringe Vermögensbasis
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2024 lediglich 8.795,24 Euro (Vorjahr: 10.423,24 Euro).
Die Aktivseite setzt sich zusammen aus:
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Finanzanlagen in Höhe von 5.000 Euro (unverändert zum Vorjahr)
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Bankguthaben in Höhe von 3.795,24 Euro (Vorjahr: 5.423,24 Euro)
Es handelt sich damit um eine reine Beteiligungsgesellschaft ohne eigenes operatives Windparkvermögen. Die wirtschaftliche Perspektive hängt vollständig von der gehaltenen Finanzanlage ab.
Besonderheit: Ausstehende Einlagen auf das Stammkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000 Euro. Allerdings sind davon 12.500 Euro als ausstehende Einlagen ausgewiesen. Effektiv ist also nur die Hälfte des Stammkapitals eingezahlt.
Rechnerisch ergibt sich folgende Eigenkapitalsituation:
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Gezeichnetes Kapital: 25.000 Euro
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Abzüglich ausstehende Einlagen: -12.500 Euro
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Verbleibendes haftendes Kapital: 12.500 Euro
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Verlustvortrag: -3.101,76 Euro
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Jahresfehlbetrag 2024: -2.073,50 Euro
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Eigenkapital gesamt: 7.324,74 Euro
Damit ist mehr als 40 Prozent des tatsächlich eingezahlten Kapitals bereits durch Verluste aufgezehrt. Aus Anlegersicht ist das ein relevanter Punkt, da die Substanzbasis sehr schmal ist.
Ergebnisentwicklung: Verluste setzen sich fort
Die Gesellschaft schreibt weiterhin rote Zahlen. Der Jahresfehlbetrag 2024 fällt zwar geringer aus als im Vorjahr (-3.101,76 Euro), allerdings war das Vorjahr nur ein Rumpfgeschäftsjahr (28. März 2023 bis 31. Dezember 2023) und daher nur eingeschränkt vergleichbar.
Erkennbar ist jedoch ein strukturelles Muster: Es existieren keine operativen Erträge auf Gesellschaftsebene. Die Verluste dürften im Wesentlichen aus Verwaltungs- und Strukturkosten resultieren.
Keine Verschuldung, aber begrenzte Liquidität
Verbindlichkeiten sind nicht ausgewiesen. Die Rückstellungen betragen 1.470,50 Euro und bewegen sich im Rahmen der Unternehmensgröße.
Positiv ist die Schuldenfreiheit. Gleichzeitig ist die Liquiditätsbasis mit knapp 3.800 Euro Bankguthaben sehr überschaubar. Ohne externe Zuflüsse oder Beteiligungserträge könnte die Liquidität perspektivisch weiter abschmelzen.
Konzernanbindung: Stabiler Rahmen, aber keine Ergebnisgarantie
Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen. Die wpd-Gruppe ist ein etablierter Projektentwickler im Bereich Windenergie. Diese Einbindung spricht für professionelle Verwaltung und strategische Steuerung.
Gleichwohl ersetzt die Konzernzugehörigkeit keine eigene Ertragskraft auf Ebene der einzelnen Beteiligungsgesellschaft.
Einordnung aus Anlegersicht
Kritische Punkte:
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Fortlaufende Jahresverluste
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Weiter sinkendes Eigenkapital
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Nur zur Hälfte eingezahltes Stammkapital
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Sehr geringe Bilanzsumme
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Keine erkennbare operative Tätigkeit
Positive Aspekte:
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Keine Finanzverbindlichkeiten
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Klare, einfache Bilanzstruktur
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Eingebunden in eine etablierte Unternehmensgruppe
Fazit
Die Windpark Stotel Beteiligungs GmbH ist ein sehr kleines Beteiligungsvehikel mit schmaler Kapitalbasis und wiederkehrenden Verlusten. Die nicht vollständig eingezahlte Kapitaleinlage sowie der fortgesetzte Substanzverzehr sind aus Anlegersicht die zentralen Risikofaktoren.
Die wirtschaftliche Zukunft hängt vollständig davon ab, ob die gehaltene Beteiligung künftig Ausschüttungen oder Wertsteigerungen generiert. Ohne positive Ergebnisimpulse bleibt die Gesellschaft formal stabil, aber strukturell substanzschwach.