Der Jahresabschluss 2024 der Windpark Bresegard Beteiligungs GmbH zeigt aus Anlegersicht ein sehr überschaubares, aber strukturell schwaches Bild. Die Gesellschaft ist keine operative Windparkbetreiberin, sondern eine Beteiligungsgesellschaft – mit dauerhaft negativer Ergebnissituation.
Kaum Vermögenswerte
Die Bilanzsumme beträgt lediglich 12.680 Euro (Vorjahr: 14.453 Euro).
Das Anlagevermögen besteht ausschließlich aus Finanzanlagen in Höhe von 8.000 Euro – offenbar eine Beteiligung, die seit dem Vorjahr unverändert bewertet wird.
Hinzu kommen liquide Mittel von 4.680 Euro, die gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken sind.
Sachanlagen oder operative Vermögenswerte sind nicht vorhanden.
Fortgesetzte Verluste
Die Gesellschaft weist 2024 einen Jahresfehlbetrag von 2.323 Euro aus (Vorjahr: –2.199 Euro).
Der Verlustvortrag steigt damit auf –11.827 Euro.
Das Eigenkapital beträgt nur noch 10.850 Euro – weniger als die Hälfte des gezeichneten Kapitals von 25.000 Euro.
Rechnerisch ist das Stammkapital also bereits zu rund 57 Prozent aufgezehrt.
Keine Bankverbindlichkeiten
Positiv ist: Es bestehen keine ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus Eigenmitteln.
Rückstellungen von 1.830 Euro deuten auf laufende Verwaltungskosten oder Prüfungskosten hin.
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der wpd GmbH einbezogen. Damit ist sie Teil eines größeren Projektentwicklungs- und Windenergieverbunds.
Das spricht dafür, dass es sich um eine typische Projekt- oder Beteiligungshülle innerhalb einer Konzernstruktur handelt – nicht um ein eigenständiges Investmentvehikel mit operativer Substanz.
Bewertung aus Anlegersicht
Stärken:
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Keine Bankverschuldung
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Einbindung in einen größeren Konzern
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Klare, einfache Bilanzstruktur
Risiken:
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Dauerhafte Jahresverluste
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Substanzverzehr des Eigenkapitals
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Sehr geringe Liquiditätsbasis
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Keine erkennbare operative Tätigkeit
Fazit
Die Windpark Bresegard Beteiligungs GmbH ist eine sehr kleine Beteiligungsgesellschaft ohne eigene operative Erträge. Die wiederkehrenden Verluste führen zu einem kontinuierlichen Abbau des Eigenkapitals.
Aus Anlegersicht bietet die Gesellschaft allein betrachtet keine wirtschaftliche Substanz und kein eigenständiges Ertragspotenzial. Ihre Bedeutung liegt offenbar ausschließlich innerhalb der Konzernstruktur. Entscheidend wäre daher, wie werthaltig die gehaltene Beteiligung ist und welche strategische Funktion sie im wpd-Konzern erfüllt.