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Nach Blackout-Erfahrungen: Patientenschützer verlangen mehr Sicherheit für Pflegeheime

geralt / Pixabay

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert nach den jüngsten Stromausfällen in Berlin deutlich strengere gesetzliche Vorgaben für Pflegeheime. Aus Sicht der Patientenschützer sind die bestehenden Regelungen unzureichend und gefährden im Ernstfall die Sicherheit zehntausender pflegebedürftiger Menschen.

Stiftungsvorstand Eugen Brysch kritisierte, es sei nicht nachvollziehbar, dass es bislang keine Initiative aus dem Bundesgesundheitsministerium gebe, um Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen besser zu schützen. Besonders scharf bemängelte er, dass für Krankenhäuser deutlich strengere Sicherheitsauflagen gelten als für Pflegeheime – obwohl dort ebenfalls besonders schutzbedürftige Menschen leben. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Brysch.

Ein Stromausfall bedeute für Pflegeheime weit mehr als nur kalte Zimmer oder fehlendes Licht. Nach Angaben der Stiftung bricht in solchen Situationen die gesamte Sicherheitsarchitektur eines Hauses zusammen. Zimmernotrufsysteme fallen aus, Aufzüge stehen still, automatische Türen funktionieren nicht mehr. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner kann das gravierende Folgen haben – insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder hohem Pflegebedarf.

Besonders kritisch sieht die Stiftung, dass Pflegeheime bislang nicht gesetzlich verpflichtet sind, eine Notstromversorgung für mindestens 24 Stunden vorzuhalten. Während Krankenhäuser entsprechende Vorkehrungen treffen müssen, seien Pflegeeinrichtungen auf solche Krisensituationen oft nicht ausreichend vorbereitet. Das zeige sich spätestens dann, wenn technische Hilfsmittel ausfallen und Pflegekräfte improvisieren müssen.

Die Patientenschützer fordern deshalb klare bundesweite Vorgaben, die Pflegeheime zu einer verlässlichen Notstromversorgung verpflichten. Ziel müsse es sein, auch bei längeren Stromausfällen die Grundversorgung, Kommunikation und Sicherheit der Bewohner sicherzustellen. Die Ereignisse in Berlin seien ein Warnsignal, das politisch nicht länger ignoriert werden dürfe.

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