Die Deutsche Bank treibt den Umbau ihres Geschäftsmodells weiter voran und reduziert gemeinsam mit der Postbank erneut die Zahl ihrer Filialen. Bis zum Ende des Jahres soll das bundesweite Netz von derzeit rund 750 auf etwa 650 Standorte verkleinert werden. Der Schritt ist Teil einer langfristigen Strategie, mit der das Institut Kosten senken und zugleich die Digitalisierung vorantreiben will.
Aus dem Vorstand der Deutschen Bank heißt es, die verbliebenen Filialen sollen künftig stärker auf persönliche Beratung ausgerichtet sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden von administrativen Aufgaben entlastet, um mehr Zeit für intensive Gespräche mit Kundinnen und Kunden zu haben. Vor allem bei komplexen Finanzthemen wie Immobilienkäufen, Baufinanzierungen oder langfristiger Vermögensplanung sollen die Filialen weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Gleichzeitig liegt der klare Fokus auf dem digitalen Geschäft. Ziel sei es, möglichst viele Kundinnen und Kunden für die Nutzung der App zu gewinnen. Dafür arbeitet die Bank derzeit an einem neuen digitalen Assistenten, der den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und die Bedienung intuitiver machen soll. Standardleistungen ohne Beratungsbedarf – etwa Überweisungen, Kontoverwaltung oder einfache Serviceanfragen – sollen künftig überwiegend über digitale Kanäle abgewickelt werden.
Mit dem weiteren Abbau von Filialen folgt die Deutsche Bank einem Trend, der die gesamte Branche prägt. Immer mehr Bankgeschäfte verlagern sich ins Digitale, während klassische Schalterangebote an Bedeutung verlieren. Die Bank setzt darauf, mit einem schlankeren Filialnetz und verbesserten digitalen Angeboten wettbewerbsfähig zu bleiben – und zugleich dort präsent zu sein, wo persönliche Beratung weiterhin gefragt ist.