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Masern-Ausbruch in South Carolina: USA drohen den Eliminierungsstatus zu verlieren

In den USA wächst die Sorge vor einer erneuten Ausbreitung der Masern. Besonders betroffen ist aktuell der Bundesstaat South Carolina, wo die Gesundheitsbehörden innerhalb weniger Tage 88 neue Masernfälle gemeldet haben. Seit Beginn des Ausbruchs im Oktober wurden dort insgesamt 646 Infektionen registriert. Die Situation gilt als einer der schwersten Masernausbrüche der letzten Jahrzehnte und könnte weitreichende Folgen für den Gesundheitsstatus des Landes haben.

Nach Angaben der Behörden befinden sich derzeit über 500 Menschen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus 15 Schulen, in Quarantäne, nachdem sie dem Virus ausgesetzt waren. Das Zentrum des Ausbruchs liegt in der Stadt Spartanburg im Nordwesten des Bundesstaates, die rund 39.000 Einwohner zählt. Auch zwei Hochschulen, die Clemson University und die Anderson University, sind betroffen; dort wurden Dutzende Studierende vorsorglich isoliert.

Masern zählen zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit. Das Virus wird über die Luft durch Husten oder Niesen übertragen. Experten gehen davon aus, dass sich bis zu 90 % der ungeimpften Personen in unmittelbarer Nähe infizieren, wenn sie dem Erreger ausgesetzt sind. Eine gezielte Behandlung gegen Masern existiert nicht, stattdessen können schwere Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnentzündungen auftreten.

Die USA hatten die Masern im Jahr 2000 offiziell als eliminiert erklärt. Dieser Status ist jedoch gefährdet. Der aktuelle Ausbruch in South Carolina ist der schwerste seit Texas im Jahr 2025 über 700 Fälle meldete. In den vergangenen zwölf Monaten wurden landesweit mehr als 2.000 Maserninfektionen gezählt, darunter auch Todesfälle in Texas. Weitere Bundesstaaten wie Utah und Arizona berichten ebenfalls von hohen Fallzahlen.

Ein wesentlicher Faktor für die erneute Ausbreitung ist die sinkende Impfquote. Zwei Dosen der MMR-Impfung gelten als sicher und bieten einen 97-prozentigen Schutz vor der Erkrankung. Um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten etwa 95 % der Bevölkerung geimpft sein. In Spartanburg County liegt die Impfquote bei Schulkindern jedoch nur bei rund 90 %.

Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch politische Debatten. US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., bekannt für impfkritische Positionen, hat wiederholt Aussagen gemacht, die die Gefährlichkeit der Masern relativieren und Zweifel an Impfungen säen. Fachleute warnen, dass solche Botschaften das Vertrauen in bewährte Schutzmaßnahmen weiter untergraben könnten.

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