Inmitten von Trommelfeuer und Schlagzeilen wird der gestürzte venezolanische Präsident Nicolás Maduro heute vor Gericht erscheinen, um sich wegen Drogenschmuggels und Waffenvergehen zu verantworten. Dabei dürfte die Veranstaltung mehr eine Polit-Show als ein echtes Verfahren werden, besonders mit dem US-Präsidenten Trump, der gerade wieder auf der Jagd nach mehr Macht ist.
Maduro in Handfesseln – das Bild könnte kaum dramatischer sein, während Trump, der das Land für sich beansprucht, die Bühne mit glänzenden Versprechungen betritt. In einem medialen Rundumschlag erklärte der Präsident, dass die USA nun „die Kontrolle“ über Venezuela haben. Während der interimistische Präsident Delcy Rodríguez in einem überraschend diplomatischen Tonfall „Kooperationsbereitschaft“ signalisierte, plant Trump bereits die nächsten Schritte. „Amerika hat gesprochen!“ scheint die neue Weltordnung zu lauten.
Trumps Drohungen nehmen Fahrt auf
Aber Trump wäre nicht Trump, wenn er sich mit Venezuela zufriedengeben würde. Die nächsten Ziele? Mexiko, Kolumbien und natürlich Grönland. Der Präsident legte nach und deutete an, dass militärische Aktionen in Kolumbien eine Möglichkeit wären, weil der Präsident des Landes sich zu sehr der Drogenproduktion widmet – als würde das Land allein für alle Cocaine-Märkte verantwortlich sein. Und Mexiko sollte sich gefälligst „zusammenreißen“, so Trump, bevor er seine Truppen anfordert. Natürlich, was wäre die geopolitische Bühne ohne ein weiteres Schachbrett?
Doch der Höhepunkt des absurden Dramas war Trumps Forderung nach Grönland. „Wir brauchen Grönland, es ist strategisch unersetzlich“, so Trump. Irgendwie wird der massive Ressourcenhunger nie alt. Nach seiner Überzeugung würde Grönland für die nationale Sicherheit der USA „unbedingt nötig“ sein. Vielleicht könnte er sich mit dem dänischen Premierminister Mette Frederiksen zusammentun und das Land direkt „adoptieren“. Aber nein, Frederiksen warnt, dass es „absolut keinen Sinn macht, Grönland zu übernehmen“ – aber Trump, wie immer, bleibt dabei, dass die EU es sowieso schon von ihm erwartet.
Internationale Reaktionen – China meldet sich zu Wort
China verurteilte bereits die US-Aktion gegen Maduro, erklärte, dass die USA sich nicht als „Weltpolizei“ aufspielen sollten. Ja, die Ironie ist unübersehbar, aber was wäre die US-Politik ohne ständige Doppelmoral? Inzwischen fordert China die sofortige Freilassung von Maduro und spricht sich für Verhandlungen und Dialog aus – als würde das irgendeinen Unterschied machen, solange Trump das Steuer fest in der Hand hält.
Und wie geht es weiter? Die Marktreaktionen halten sich in Grenzen. Ölpreise, Aktienkurse? Wen kümmert’s! Es gibt weitere Konflikte zu gewinnen, und während in Venezuela die Bürger in Unsicherheit verharren, überlegen die westlichen Ölfirmen, wie sie vom venezolanischen Chaos profitieren können.
Fazit: Macht ist das neue Öl, und Trump ist auf einem „geopolitischen Rachefeldzug“, der Grönland, Venezuela und noch viele andere Länder umfasst. Ob er es dabei ernst meint oder einfach die Weltbühne aufmischt, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Die Welt ist nicht genug für seine Ambitionen.