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Japan erschüttert: Starkes Beben der Stärke 7,5 verletzt Dutzende – Tsunami-Alarm aufgehoben

Angelo_Giordano (CC0), Pixabay

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,5 hat am Montag den Norden Japans erschüttert und in mehreren Präfekturen zu erheblichen Schäden und Verletzten geführt. Nach Angaben der Regierung wurden bislang mindestens 30 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, um verschüttete oder eingeschlossene Personen zu finden, da noch immer Berichte über eingestürzte Gebäude und beschädigte Infrastruktur eingehen.

Das Beben ereignete sich am frühen Abend Ortszeit vor der Küste der Präfektur Aomori und war in weiten Teilen Nordjapans deutlich zu spüren. In vielen Städten rannten Menschen in Panik auf die Straßen, während Gebäude Minuten später noch nachschwankten. An mehreren Orten kam es zu Stromausfällen und Unterbrechungen im Bahnverkehr. Aufnahmen aus der Region zeigen herabgestürzte Fassadenteile, geborstene Fensterscheiben und umgekippte Regale in Geschäften.

Zunächst hatten die Behörden eine Tsunami-Warnung für große Teile der Nordostküste ausgegeben. Diese wurde später jedoch wieder aufgehoben, nachdem nur kleinere Wellen registriert worden waren. Dennoch rief die Regierung die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu bleiben und lokale Warnhinweise zu beachten, da weitere Nachbeben möglich seien – ein typisches Phänomen nach Erschütterungen dieser Stärke.

Premierminister Fumio Kishida erklärte, die Regierung habe eine Krisengruppe einberufen, die die Lage kontinuierlich überwacht. Ingenieure prüfen derzeit Staudämme, Kraftwerke und Industrieanlagen auf mögliche Schäden. Auch mehrere Kernkraftwerke im Norden des Landes meldeten vorsorgliche Sicherheitsüberprüfungen, zeigten bislang jedoch keine Auffälligkeiten.

Japan gehört zu den erdbebenreichsten Regionen der Welt. Das Land ist aufgrund seiner Lage am sogenannten Pazifischen Feuerring immer wieder von schweren Erschütterungen betroffen. Erst im vergangenen Jahr hatte ein starkes Beben in der Region Ishikawa umfangreiche Schäden angerichtet.

Für die kommenden Tage rechnen Experten mit weiteren Nachbeben. Die Bevölkerung wurde angewiesen, Notfalltaschen bereitzuhalten und sicherzustellen, dass Kommunikationswege funktionieren. Die Aufräumarbeiten dürften sich – je nach Schadenlage – über mehrere Wochen hinziehen.

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