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BaFin warnt vor AXELMax und AXELtrader(s) – Betrugsmasche über WhatsApp-Gruppen & Identitätsdiebstahl

knerri61 (CC0), Pixabay

Die BaFin warnt vor WhatsApp-Gruppen wie „77 Wert- und Vermögenserkundungsgruppe“, in denen angeblich der bekannte Finanzexperte Dirk Müller persönlich aktiv sei. Tatsächlich handelt es sich um Identitätsdiebstahl:
Es gibt keinen Bezug zu Dirk Müller, der Finanzethos GmbH oder einem ihrer Mitarbeiter.

Über die Gruppen sollen Verbraucher dazu gebracht werden, auf den Websites
axeltrader.com, axeltraders.com und pc.axelmax.cc
Finanzprodukte zu handeln – ohne Erlaubnis, ohne Aufsicht, ohne Sicherheit.

Die BaFin sieht den Verdacht, dass die Betreiber unerlaubte Bank-, Finanz- und Kryptodienstleistungen anbieten.

Wie die Masche funktioniert – typische Betrugsstruktur

Die BaFin beschreibt ein immer wiederkehrendes Vorgehen:

1. Köder über soziale Medien

  • Werbeanzeigen mit kostenlosen Aktienempfehlungen und Trading-Wissen

  • Missbrauch bekannter Experten (z. B. Dirk Müller) oder angeblich lizenzierter Institute

  • Aufforderung, einer WhatsApp-Gruppe beizutreten

2. Wissensvermittlung als Vertrauensaufbau

  • Ein „Experte“ gibt Unterricht zu Börse, Trading und Aktien

  • Empfehlungen zu bestimmten Aktien und „innovativen Anlagemodellen“

  • Wochenlanger Aufbau eines Vertrauensverhältnisses

3. Vorstellung eines angeblich exklusiven Investmentsystems

  • Versprechen hoher, stabiler Gewinne

  • Teilweise Bewerbung eines eigenen Krypto-Tokens (angeblich „vorbörslich erhältlich“)

4. Gamification zur Bindung

  • Tägliche Check-ins

  • Gewinnspiele mit angeblichen Krypto- oder Sachwertgewinnen

5. Weiterleitung auf Handelsplattformen

  • Registrierung auf externen Plattformen oder Apps

  • Angeblich begrenzter Zugang („Nur wenige Plätze frei!“)

  • Teilweise werden Testgelder bereitgestellt

  • Kleine Testauszahlungen möglich, um Vertrauen zu erzeugen

6. Einzahlung – meist ins Ausland oder in Kryptowerten

  • Überweisungen auf ausländische Konten

  • Zahlungen in Kryptowährungen

7. Eskalation & Verlust

  • Starker Druck, mehr einzuzahlen

  • Auszahlungen werden blockiert, verzögert oder unmöglich

  • Webseiten wechseln ständig oder werden abgeschaltet

Warum das gefährlich ist

  • Die Plattformen haben keine BaFin-Erlaubnis

  • Identitäten echter Experten werden missbraucht

  • Kontaktaufnahme erfolgt aggressiv und psychologisch manipulativ

  • Gelder fließen oft in nicht rückholbare Strukturen

  • Anleger bleiben am Ende mit Totalverlusten zurück

Rechtlicher Hinweis

Wer in Deutschland

  • Bankgeschäfte,

  • Finanzdienstleistungen,

  • Wertpapierdienstleistungen oder

  • Kryptowerte-Dienstleistungen

anbietet, benötigt eine Erlaubnis der BaFin.
Die genannten Plattformen besitzen diese nicht.

Die Warnung stützt sich auf § 37 Abs. 4 KWG und § 10 Abs. 7 KMAG.

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