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Zehn Jahre nach den Terroranschlägen: Frankreich gedenkt der Opfer vom 13. November 2015

geralt (CC0), Pixabay

Frankreich hält inne: Zehn Jahre nach den verheerenden islamistischen Terroranschlägen vom 13. November 2015 erinnert das Land an die 130 Menschen, die damals in Paris getötet und über 350 weitere verletzt wurden. Die Attentate, die sich gleichzeitig an mehreren Orten ereigneten, gehören zu den schwersten Angriffen in der Geschichte Frankreichs.

Präsident Macron besucht Tatorte in Paris

Zum Gedenktag will Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit Hinterbliebenen, Rettungskräften und Angehörigen der Opfer alle Anschlagsorte besuchen – darunter das Stade de France, mehrere Straßencafés im Osten der Hauptstadt und den Konzertsaal Bataclan, wo allein 90 Menschen ihr Leben verloren.

Die Orte, die damals zu Schauplätzen unvorstellbarer Gewalt wurden, sind heute zu stillen Symbolen des Erinnerns geworden. Überall in Paris wehen die Trikoloren auf Halbmast, Kränze werden niedergelegt, und viele Menschen zünden Kerzen an.

Ein Tag, der Frankreich veränderte

Am Abend des 13. November 2015 hatten mehrere islamistische Attentäter im Auftrag des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) nahezu zeitgleich an verschiedenen Orten zugeschlagen. Sprengstoffanschläge vor dem Stade de France, Angriffe auf belebte Bars und Restaurants sowie das Massaker im Bataclan-Theater stürzten Frankreich in Schock und Trauer.

Die Anschläge markierten den Beginn einer neuen Ära des Terrors in Europa: Frankreich rief den Ausnahmezustand aus, verschärfte seine Sicherheitsgesetze und begann, stärker gegen islamistische Netzwerke im In- und Ausland vorzugehen.

Neuer Gedenkgarten für die Opfer

Am heutigen Abend wird in der Nähe des Pariser Rathauses (Hôtel de Ville) ein Gedenkgarten eröffnet, der allen Opfern des islamistischen Terrors in Frankreich gewidmet ist – nicht nur denen des 13. November 2015. Der Garten soll ein Ort des stillen Erinnerns und der Hoffnung sein, ein Symbol für den Widerstand der Gesellschaft gegen Hass und Gewalt.

Der französische Premierminister Gabriel Attal erklärte im Vorfeld, das Land werde „niemals vergessen, was an diesem Tag geschehen ist – und niemals aufhören, für Freiheit, Kultur und Leben einzustehen.“

Frankreich zwischen Erinnerung und Selbstbehauptung

Zehn Jahre nach den Anschlägen ist der Schmerz noch immer spürbar – besonders bei den Angehörigen der Opfer. Doch gleichzeitig hat Frankreich gelernt, mit der Bedrohung zu leben, ohne sich von ihr lähmen zu lassen.

Die Gedenkfeiern erinnern nicht nur an die Toten, sondern auch an das, was die französische Gesellschaft seither zusammengehalten hat: Solidarität, Freiheit und der ungebrochene Wille, das Leben nicht dem Terror zu überlassen.

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