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BaFin warnt vor ZIEXC: Betrügerische Krypto-Plattform lockt über Telegram-Gruppen und Fake-Anlageberaterin

ferarcosn (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor der betrügerischen Handelsplattform ZIEXC, die aktuell über die Websites ziexc(.)com und ziex(.)top erreichbar ist.
Laut der Aufsicht versuchen die Betreiber, Verbraucherinnen und Verbraucher über Telegram-Gruppen, etwa die „Channel-Arbeitsgruppe (668)“, in angebliche Krypto-Investments zu locken.

Als vermeintliche Anlagevermittlerin tritt dort eine Frau auf, die sich „Angelika Luxemburger“ nennt – ihre Identität ist jedoch vermutlich frei erfunden. Sie verweist Interessenten auf das Angebot der Plattform ZIEXC, die nach Einschätzung der BaFin ohne jede Erlaubnis agiert.

💬 Professionelle Inszenierung, betrügerische Absicht

Die Masche ist raffiniert: In Telegram-Gruppen geben sich die Täter als erfahrene Finanzcoaches oder Analysten aus.
In privaten Chats oder Gruppenkanälen werden Anlagechancen in Kryptowerten angepriesen – meist mit Versprechen von hohen Renditen und angeblich „sicheren Strategien“.

Sobald ein Opfer Interesse zeigt, wird es an die Websites ziexc(.)com oder ziex(.)top weitergeleitet, wo angebliche Handelskonten eröffnet werden können.
Dort sollen Anleger Kryptowerte wie Bitcoin oder Ethereum einzahlen, um am Handel teilzunehmen. In Wahrheit aber fließen die Gelder direkt an die Täter.

„Das Vertrauen wird systematisch aufgebaut – durch persönliche Ansprache, kleine Testgewinne und gefälschte Screenshots. Doch wer einmal investiert hat, sieht sein Geld meist nie wieder“, warnt ein Sprecher der BaFin.

📉 Immer gleiche Masche – neue Namen

Die Warnung zu ZIEXC reiht sich in eine Serie ähnlicher Fälle ein: Betrügerische Plattformen tauchen unter ständig wechselnden Domains und Markennamen auf, um sich behördlichen Maßnahmen zu entziehen.
Vor kurzem hatte die BaFin bereits vor DOEX und KI-ZEP gewarnt – Plattformen, die nach demselben Prinzip operierten:

  • Werbung über Messenger-Dienste oder Social Media,

  • angebliche Finanzexperten mit falschen Identitäten,

  • gefälschte Gewinne und manipulierte Handelskonten,

  • Auszahlungsprobleme, sobald höhere Summen angefordert werden.

⚖️ Rechtlicher Rahmen

Nach § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMA-G) gilt:
Wer in Deutschland Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet oder vermittelt, benötigt dafür eine Erlaubnis der BaFin.
Die Betreiber von ZIEXC verfügen über keine solche Genehmigung – ihr Angebot ist damit rechtswidrig.

Die BaFin empfiehlt Anlegerinnen und Anlegern, sich vor jeder Investition in Kryptowährungen zu vergewissern, ob ein Anbieter offiziell zugelassen ist.
Dies kann jederzeit in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüft werden.

🧠 Expertenrat: „Telegram ist kein Ort für Finanzberatung“

Rechtsanwalt Michael Iwanow, Experte für Online-Finanzbetrug, warnt vor der wachsenden Zahl solcher Fälle:

„Betrüger verlagern ihre Aktivitäten gezielt in Messenger-Dienste wie Telegram oder WhatsApp. Dort ist die Kontrolle minimal, und das Vertrauen entsteht durch persönliche Ansprache.“

Er rät Betroffenen, keine Gelder mehr zu überweisen, Chats und Zahlungsverläufe zu sichern und umgehend Anzeige bei der Polizei sowie eine Meldung an die BaFin zu erstatten.

„Je länger man wartet, desto schwieriger wird es, Spuren im Kryptoverkehr nachzuvollziehen.“

⚠️ Fazit

Die Warnung vor ZIEXC zeigt erneut, wie dreist und technisch versiert Online-Betrüger vorgehen. Mit gefälschten Identitäten, Telegram-Gruppen und täuschend echten Websites versuchen sie, das Vertrauen gutgläubiger Anleger zu gewinnen.

Grundregel: Seriöse Finanzdienstleister kontaktieren niemanden über Telegram – und schon gar nicht über eine „Angelika Luxemburger“.
Wer dort auf „sichere Krypto-Gewinne“ stößt, sollte sofort eines tun: verlassen, nicht investieren.

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