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Geflügelboom in Deutschland: Rekordverbrauch bei Fleisch und Eiern – trotz Geflügelpestgefahr

akirEVarga (CC0), Pixabay

Hähnchen, Pute, Ei – Deutschland isst so viel Geflügel wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mitteilt, ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch im Jahr 2024 auf den Rekordwert von 13,6 Kilogramm gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um ein halbes Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr.

Auch beim Eierkonsum zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend: Durchschnittlich 249 Eier pro Person wurden 2024 in Deutschland verzehrt – ebenfalls ein neuer Höchststand.

🐔 Geflügel bleibt beliebt – auch aus Preisgründen

Fachleute sehen mehrere Gründe für den anhaltenden Boom. Zum einen gilt Geflügelfleisch als vergleichsweise günstig und vielseitig. In Zeiten steigender Lebensmittelpreise greifen viele Verbraucherinnen und Verbraucher häufiger zu Hähnchen oder Pute statt zu teurerem Rind- oder Schweinefleisch.

Zudem entspricht der Trend einem allgemeinen Ernährungswandel: Geflügel wird als mager, eiweißreich und leichter verdaulich wahrgenommen – Eigenschaften, die besonders bei gesundheitsbewussten Konsumenten gefragt sind.

🦠 Geflügelpest als Schatten über dem Erfolg

Doch der Rekordkonsum steht unter einem dunklen Vorzeichen: Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, breitet sich in Deutschland und Europa immer wieder aus. Ganze Betriebe müssen ihre Bestände keulen, wenn das Virus auftritt.

Landwirtschaftsvertreter warnen, dass der wirtschaftliche Erfolg der Branche durch neue Ausbrüche schnell gefährdet werden könnte. „Jeder neue Fall bedeutet wirtschaftliche Verluste und Unsicherheit für Zuchtbetriebe und Halter“, heißt es aus Kreisen der Geflügelwirtschaft.

📊 Bedeutung für die Landwirtschaft

Geflügelfleisch ist inzwischen ein zentraler Pfeiler der deutschen Fleischproduktion. In Kombination mit der hohen Eiernachfrage sorgt das Segment für stabile Umsätze – auch im Export. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stieg der Selbstversorgungsgrad bei Eiern zuletzt auf über 70 Prozent, beim Geflügelfleisch liegt er bei rund 95 Prozent.

🍳 Fazit

Deutschland liebt Geflügel – ob als Hähnchenbrust, Omelett oder Frühstücksei. Doch die Kehrseite des Erfolgs bleibt die ständige Bedrohung durch Tierseuchen wie die Geflügelpest. Die Branche steht damit vor einer doppelten Herausforderung

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