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Osteoporose bleibt oft unentdeckt – Experten warnen vor verspäteter Diagnose

Taokinesis (CC0), Pixabay

Die Knochenerkrankung Osteoporose wird in Deutschland nach Einschätzung von Fachleuten häufig erst spät erkannt – oftmals erst dann, wenn bereits Knochenbrüche auftreten. Viele Betroffene wissen nicht, dass sie unter der Krankheit leiden, und erhalten daher keine angemessene Behandlung, wie Christoph Eichhorn, Vize-Vorsitzender des Deutschen Orthopäden- und Unfallchirurgen-Verbandes (DOUV), betonte.

Eichhorn warnte davor, Knochenbrüche im Alter als normal hinzunehmen:

„Wenn Sie eine Fraktur haben, gehen Sie bitte zum Arzt und lassen sich beraten. Viele denken, ein Oberschenkelhalsbruch gehöre einfach zum Älterwerden dazu – tut er aber nicht.“

Millionen Betroffene – viele ohne Diagnose

Schätzungen zufolge sind rund fünf Millionen Menschen in Deutschland von Osteoporose betroffen, die Mehrheit davon Frauen über 50 Jahre. Die Krankheit führt dazu, dass die Knochendichte abnimmt und die Knochen dadurch anfälliger für Brüche werden. Besonders gefährdet sind Wirbelsäule, Hüfte und Handgelenke.

Oft bleibt Osteoporose lange unbemerkt, da sie keine Schmerzen verursacht, bis es zu einem Bruch kommt. Dann ist der Krankheitsverlauf meist schon fortgeschritten.

Früherkennung entscheidend

Mediziner fordern daher eine bessere Aufklärung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, vor allem bei Menschen mit Risikofaktoren wie:

  • höheres Alter,

  • familiäre Vorbelastung,

  • Bewegungsmangel,

  • Untergewicht,

  • Rauchen oder starker Alkoholkonsum,

  • bestimmte Medikamente (z. B. Kortison).

Ein einfacher Knochendichtetest (DXA-Messung) kann helfen, Osteoporose frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit einer geeigneten Behandlung oder Prävention zu beginnen.

Therapie und Vorbeugung

Neben Medikamenten spielt vor allem der Lebensstil eine entscheidende Rolle:

  • Bewegung und Krafttraining stärken Muskeln und Knochen.

  • Eine kalzium- und vitamin-D-reiche Ernährung unterstützt den Knochenaufbau.

  • Sonnenlicht fördert die Vitamin-D-Produktion im Körper.

Eichhorn mahnt, dass Osteoporose keine unvermeidbare Alterserscheinung, sondern eine behandelbare Erkrankung sei. Je früher sie erkannt wird, desto besser lassen sich Brüche und Mobilitätseinschränkungen im Alter verhindern.

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