Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor den Angeboten auf der Website tinoktrade.com. Nach aktuellen Erkenntnissen werden dort unerlaubt Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten – und das ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin.
Besonders brisant: Die Betreiber der Website treten unter dem Namen TinokTrade auf und behaupten, dass TinokTrade und TTproX Marken der CMC Markets Ireland, Dublin seien. Doch diese Angaben sind nachweislich falsch. Ein Unternehmen mit dieser Bezeichnung ist weder bei der irischen Finanzmarktaufsicht CBI (Central Bank of Ireland) noch bei der britischen FCA (Financial Conduct Authority) registriert. Es handelt sich dabei um Identitätsdiebstahl – die Namen bekannter Finanzdienstleister werden missbräuchlich verwendet, um Seriosität vorzutäuschen.
Auch der Bezug auf die CMC Markets UK plc, die tatsächlich bei der FCA registriert ist, ist irreführend. Die BaFin hat keine Hinweise auf eine tatsächliche Verbindung dieses Unternehmens zur Website tinoktrade.com oder zu den dort beworbenen Dienstleistungen. Auch hier ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem weiteren Identitätsmissbrauch auszugehen.
Die BaFin macht deutlich: Wer in Deutschland Finanz- oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten will, benötigt zwingend eine offizielle Erlaubnis. Anbieter wie tinoktrade.com, die ohne entsprechende Genehmigung agieren und dabei noch mit gefälschten Identitäten arbeiten, stellen eine ernsthafte Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher dar.
Diese Warnung basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) sowie § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes (KMAG).
Wichtiger Hinweis für Verbraucher
Die BaFin, das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter raten dringend zur größten Vorsicht bei Geldanlagen im Internet. Besonders bei Plattformen, die bekannte Markennamen oder scheinbar renommierte Adressen nutzen, sollten Interessierte sehr genau hinsehen. Es ist ratsam, vorab gründlich zu recherchieren, ob ein Unternehmen tatsächlich reguliert und lizenziert ist – etwa über die Unternehmensdatenbank der BaFin oder die Register internationaler Aufsichtsbehörden.
Weitere hilfreiche Informationen und Tipps zum Schutz vor betrügerischen Finanzangeboten bietet die BaFin im Verbraucherschutzpodcast „Vorsicht, Betrug“.