Die jüngsten Daten des US-Arbeitsministeriums zeichnen ein schwächeres Bild vom Arbeitsmarkt als erwartet. Im August entstanden außerhalb der Landwirtschaft lediglich 22.000 neue Stellen – deutlich weniger als die von Ökonomen prognostizierten 75.000.
Revision der Vormonate
Hinzu kommt, dass die Beschäftigungszuwächse der beiden Vormonate nach unten korrigiert wurden – insgesamt um 21.000 Stellen. Damit setzt sich der Trend einer abnehmenden Dynamik am US-Arbeitsmarkt fort.
Öffentlicher Sektor im Minus
Besonders ins Gewicht fiel der staatliche Sektor, in dem 16.000 Stellen gestrichen wurden. Ohne diese Verluste wäre das Ergebnis etwas besser ausgefallen. Dennoch bleibt die Entwicklung schwach im Vergleich zu den Erwartungen und zum langjährigen Durchschnitt.
Bedeutung für Konjunktur und Geldpolitik
Der US-Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Gradmesser für die wirtschaftliche Lage. Die nun veröffentlichten Zahlen deuten darauf hin, dass die Konjunktur an Fahrt verliert. Für die US-Notenbank Federal Reserve könnte die schwächere Jobentwicklung ein Argument sein, den geldpolitischen Kurs weniger restriktiv fortzusetzen oder sogar über Zinssenkungen nachzudenken, sofern sich der Trend bestätigt.
Fazit
Der Arbeitsmarkt zeigt erstmals seit Monaten deutliche Bremsspuren. Ob es sich um eine kurzfristige Schwäche handelt oder den Beginn einer nachhaltig schwächeren Beschäftigungsdynamik, dürfte sich erst in den kommenden Quartalen zeigen.