Die verheerenden Waldbrände auf der Iberischen Halbinsel fordern weiter Menschenleben. In Spanien kam ein weiterer Feuerwehrmann ums Leben, als sein Wassertransport-Fahrzeug auf einem steilen Waldweg umkippte und einen Abhang hinabstürzte. Der Unfall ereignete sich in der Region Kastilien und León, wie die dortige Regionalregierung bestätigte.
Damit steigt die Zahl der Todesopfer durch die seit mehr als einer Woche anhaltenden Brände in Spanien auf vier. Neben zahlreichen Verletzten mussten bereits hunderte Menschen ihre Häuser verlassen.
Auch im benachbarten Portugal kam es zu einem tragischen Unglück: Ein Feuerwehrmann starb dort beim Einsatz gegen die Flammen. Nach Regierungsangaben handelt es sich um das zweite Todesopfer im Zusammenhang mit den aktuellen Bränden in dem Land.
Dramatische Lage auf der Iberischen Halbinsel
Spanien und Portugal kämpfen seit Tagen gegen Dutzende von Feuern, die durch die anhaltende Trockenheit, starke Winde und extreme Temperaturen immer wieder neu angefacht werden. Besonders betroffen sind abgelegene Wald- und Bergregionen, in denen die Brandbekämpfung durch schwer zugängliches Gelände erschwert wird.
Hunderte Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz, unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Dennoch breiten sich die Flammen in manchen Gebieten weiter aus. Behörden warnten, dass die Wetterlage auch in den kommenden Tagen angespannt bleiben dürfte.
Solidarität und Unterstützung
Zahlreiche Nachbarregionen haben bereits zusätzliche Einsatzkräfte entsandt, um die Brandbekämpfung zu unterstützen. Auch die EU prüft derzeit, ob weitere Hilfe aus dem europäischen Katastrophenschutzmechanismus nach Spanien und Portugal entsandt wird.
Die Regierungen beider Länder riefen die Bevölkerung erneut zu äußerster Vorsicht auf. Schon kleinste Funken oder unsachgemäß entsorgte Zigaretten könnten neue Feuer auslösen.