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Kuwait: Polizei zerschlägt Ring illegaler Schnapsbrenner – 67 Festnahmen nach tödlichen Alkoholvergiftungen
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Kuwait: Polizei zerschlägt Ring illegaler Schnapsbrenner – 67 Festnahmen nach tödlichen Alkoholvergiftungen

karislane (CC0), Pixabay

In Kuwait ist den Sicherheitsbehörden ein großer Schlag gegen den illegalen Alkoholhandel gelungen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 67 Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, in großem Stil Schnaps gebrannt und vertrieben zu haben. Hintergrund der Razzien sind tragische Vorfälle: Mindestens 23 Menschen sind nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol an Vergiftungen gestorben.

Illegale Destillen stillgelegt
Bei den Einsätzen entdeckten die Ermittler insgesamt sechs Destillen in Wohn- und Industriegebieten, die sofort stillgelegt wurden. Außerdem wurden vier weitere Anlagen sichergestellt, die sich noch im Aufbau befanden und offenbar kurz vor der Inbetriebnahme standen. Die Polizei spricht von einem professionell organisierten Netzwerk, das Alkohol trotz des strikten Verbots in dem islamischen Land herstellte und vertrieb.

Striktes Alkoholverbot in Kuwait
Kuwait gehört zu den Ländern, in denen Alkohol vollständig verboten ist. Herstellung, Verkauf und Konsum sind gesetzlich untersagt und können mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, in denen Menschen versuchen, Alkohol heimlich herzustellen oder über Schmuggelrouten ins Land zu bringen. Die Risiken für Konsumenten sind dabei hoch: unsachgemäß gebrannte Getränke können Methanol enthalten – ein Gift, das schon in geringen Mengen zu Erblindung oder zum Tod führen kann.

Innenministerium warnt Bevölkerung
Das Innenministerium rief die Bevölkerung auf, jegliche Hinweise auf illegale Alkoholproduktion sofort zu melden. Gleichzeitig warnte es eindringlich vor den lebensgefährlichen Folgen des Konsums solcher Getränke. Die Ermittlungen gegen die festgenommenen Verdächtigen laufen; ihnen drohen langjährige Haftstrafen.

Hintergrund
Immer wieder kommt es in streng muslimischen Ländern mit Alkoholverbot zu ähnlichen Vorfällen. In der Vergangenheit hatten auch Saudi-Arabien und der Irak von Todesfällen durch gepanschten Schnaps berichtet. Experten betonen, dass das Risiko besonders hoch sei, weil Konsumenten keinerlei Möglichkeit hätten, die Qualität der illegalen Getränke zu überprüfen.

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