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Rassismus-Vorfall im DFB-Pokal: Schalkes Antwi-Adjei erstattet Anzeige

Maiconfz (CC0), Pixabay

Beim DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Lok Leipzig ist es am Wochenende zu einem Rassismus-Vorfall gekommen. Schalkes Offensivspieler Christopher Antwi-Adjei wurde nach eigenen Angaben von Zuschauern auf der Tribüne rassistisch beleidigt.

Anzeige erstattet – Polizei ermittelt

Wie der Zweitligist Schalke in einer Mitteilung erklärte, hat Antwi-Adjei inzwischen Anzeige erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch der DFB prüft den Vorfall. Schiedsrichter Max Burda unterbrach die Partie in der ersten Halbzeit für einige Minuten, nachdem Antwi-Adjei den Vorfall gemeldet hatte.

Reaktionen der Vereine

Der Regionalligist Lok Leipzig reagierte zunächst unglücklich: Ein Vereinsvertreter hatte die Beleidigungen als „Missverständnis“ heruntergespielt. Nach massiver Kritik ruderte der Klub zurück und veröffentlichte am Sonntagabend eine offizielle Entschuldigung bei Antwi-Adjei und Schalke 04.

Schalke zeigte sich in einer Stellungnahme betroffen: „Rassismus hat im Fußballstadion und in unserer Gesellschaft keinen Platz. Wir stehen geschlossen hinter unserem Spieler.“

Klare Haltung gegen Rassismus gefordert

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie rassistischer Entgleisungen in deutschen Fußballstadien. Fan- und Antidiskriminierungsinitiativen fordern von Vereinen und Verbänden ein konsequentes Durchgreifen, von Stadionverboten bis hin zu Punktabzügen.

Ausblick

Ob es zu einer Verurteilung der Täter kommt, ist derzeit offen. Für den Fußball in Deutschland ist der Fall ein erneuter Weckruf, dass Diskriminierung und Hetze im Stadion weiterhin ein ernstes Problem darstellen – und konsequent bekämpft werden müssen.

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