Bargeld verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung – sowohl im Alltag als auch auf Reisen. Eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox unter 1.031 Bundesbürgerinnen und -bürgern zeigt, dass nur noch gut ein Drittel (34 Prozent) beim Bezahlen im Ausland innerhalb des Euroraums zu Schein und Münze greift.
Noch im Sommer 2023 war das Bild ein anderes: Damals gaben 53 Prozent der Befragten an, beispielsweise einen Einkauf im Wert von 20 Euro auf Auslandsreisen bevorzugt bar zu bezahlen.
Digitales Bezahlen im Alltag angekommen
Der Rückgang ist Teil eines größeren Trends: Auch in Deutschland selbst greifen Verbraucherinnen und Verbraucher immer häufiger zu Karte, Smartphone oder Smartwatch, selbst bei kleineren Beträgen. Bequemlichkeit, kontaktlose Technik und die Möglichkeit, Belege digital zu speichern, spielen dabei eine große Rolle.
„Viele Menschen haben sich an die Schnelligkeit und Einfachheit von kontaktlosen Zahlungen gewöhnt. Das Bargeld verliert vor allem bei jüngeren und technikaffinen Gruppen kontinuierlich an Attraktivität“, heißt es in der Auswertung.
Sicherheits- und Gewohnheitsaspekte
Neben der praktischen Seite spielt auch die Sicherheit eine Rolle. Wer bargeldlos zahlt, muss kein Bargeld mitführen und kann im Verlustfall Karte oder Smartphone sperren lassen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass bei rein digitalem Zahlen der Überblick über die Ausgaben leichter verloren gehen kann und dass Datenschutzfragen wichtiger werden.
Bargeld bleibt wichtig – aber eher als Reserve
Trotz des klaren Trends sehen viele Befragte Bargeld weiterhin als wichtig an – vor allem als Notfallreserve, falls Technik ausfällt oder Kartenzahlungen nicht möglich sind. In ländlichen Regionen und bei kleinen Beträgen im Ausland wird Bargeld nach wie vor häufiger eingesetzt.