US-Präsident Donald Trump hat ein neues Dekret unterzeichnet, das den Weg für mehr private Raketenstarts ebnen soll. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der USA in der Raumfahrt zu steigern und Investitionen privater Unternehmen anzukurbeln.
Kernpunkt der Anordnung ist die Lockerung bestehender Umweltauflagen für kommerzielle Raumfahrtprojekte. Genehmigungsverfahren sollen vereinfacht und beschleunigt werden, um zeitaufwendige Prüfungen zu verkürzen.
Laut Branchenexperten könnte vor allem SpaceX, das Raumfahrtunternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk, profitieren. Kürzere Wartezeiten und weniger regulatorische Hürden würden es ermöglichen, häufiger Raketenstarts durchzuführen und Projekte zügiger umzusetzen.
Kritik von Umweltschützern
Umweltorganisationen warnen jedoch vor den Folgen der neuen Regelungen. Sie befürchten erhebliche Eingriffe in sensible Ökosysteme und eine mögliche Zerstörung geschützter Tier- und Pflanzenarten. Besondere Sorgen gelten den Auswirkungen von Startunfällen, bei denen Trümmer oder austretende Treibstoffe große Schäden verursachen könnten. Auch explodierende Raketen seien ein Risiko für Natur und Anwohner.
Mit dem Dekret setzt Trump seine wirtschaftsfreundliche Linie fort, bei der wirtschaftliche Entwicklung und technologische Innovation häufig Vorrang vor strengem Umweltschutz erhalten. Befürworter sehen darin einen wichtigen Schritt, um die USA im globalen Wettbewerb der Raumfahrt wieder an die Spitze zu bringen – Kritiker hingegen sprechen von einer riskanten Schwächung bewährter Schutzstandards.