Der Bremer Kita-Experte und Verbandschef Carsten Schlepper schlägt Alarm: In Bremens Kitas verlässt fast jedes zweite Kind die Einrichtung mit unzureichenden Deutschkenntnissen. „Haben Kinder keine ausreichenden sprachlichen Kompetenzen, ist nicht nur ihre kognitive, sondern auch ihre sozial-emotionale Entwicklung gefährdet, weil sie sich nicht angemessen mitteilen können“, warnte Schlepper.
Sprache sei der Schlüssel für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe – fehle dieser, drohe ein steiniger Weg durch die Schulzeit. Kinder, die sich nicht klar ausdrücken könnten, hätten es schwer, Freundschaften zu knüpfen, Konflikte zu lösen oder dem Unterricht zu folgen.
Die Zahlen zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Beinahe jedes zweite Vorschulkind in Bremen spricht am Ende der Kita-Zeit nicht ausreichend Deutsch. Für viele beginne damit ein Bildungsweg, der von Anfang an unter erschwerten Bedingungen steht.
Schlepper fordert deshalb gezielte Sprachförderung schon in den ersten Lebensjahren – und mehr personelle Ressourcen in Kitas. Nur so lasse sich verhindern, dass mangelnde Sprachkompetenz zu einem dauerhaften Bildungshemmnis wird.