Die Türkei hat den Zugang zu mehreren internationalen eSIM-Anbietern gesperrt und sorgt damit bei Touristen und Vielreisenden für Unmut. Betroffen sind unter anderem bekannte Plattformen wie Airalo, Holafly, Nomad, Saily, Instabridge, Mobimatter, Alosim und BNESIM.
Keine Aktivierung mehr nach der Einreise
Die türkische Telekommunikationsbehörde BTK hat die Websites und Apps dieser Anbieter im Land blockiert. Das bedeutet: Wer erst nach der Ankunft eine eSIM kaufen oder aktivieren möchte, kann den Dienst nicht mehr nutzen. Bereits vor der Einreise installierte eSIMs funktionieren hingegen weiterhin ohne Einschränkung.
Mögliche Gründe für die Sperre
Offizielle Erklärungen gibt es bislang nicht. Branchenbeobachter vermuten hinter der Maßnahme wirtschaftliche und sicherheitspolitische Motive: Einerseits möchte man vermutlich den Umsatz bei lokalen Mobilfunkanbietern sichern, andererseits könnte auch die Kontrolle des Datenverkehrs eine Rolle spielen.
Folgen für Reisende und Einheimische
Nicht nur Touristen sind betroffen – auch türkische Staatsbürger, die im Inland internationale eSIM-Anbieter nutzen wollen, sind von der Sperre eingeschlossen. Für viele bedeutet dies höhere Kosten, da sie nun auf lokale SIM-Karten oder teure Roaming-Tarife zurückgreifen müssen.
Alternativen für den Türkei-Aufenthalt
Reisende, die auf mobile Daten angewiesen sind, haben mehrere Optionen:
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eSIM vorab kaufen und installieren, bevor sie in die Türkei reisen.
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Lokale SIM- oder eSIM-Angebote direkt nach der Ankunft bei Anbietern wie Turkcell, Vodafone oder Türk Telekom erwerben.
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VPN-Dienste nutzen, um gegebenenfalls auf blockierte Anbieter zuzugreifen – wobei auch VPNs in der Türkei zeitweise eingeschränkt werden können.
Fazit
Die eSIM-Sperre könnte sich dauerhaft etablieren und Reisende zwingen, ihre mobile Verbindung deutlich früher zu planen. Wer unvorbereitet einreist, riskiert, während des Aufenthalts ohne bezahlbare Internetverbindung dazustehen.