Für viele Menschen in Hamburg bleibt der Traum vom Urlaub unerreichbar: 18,5 Prozent der Haushalte in der Hansestadt können sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Statistischen Bundesamts hervor, die auf einer EU-weiten Umfrage aus dem vergangenen Jahr basiert.
Besonders betroffen sind alleinlebende Personen: In dieser Gruppe ist sogar fast jeder Vierte finanziell nicht in der Lage, eine Woche Urlaub zu finanzieren. Damit liegt Hamburg im bundesweiten Vergleich auf Platz vier der Bundesländer mit den höchsten Anteilen an betroffenen Haushalten.
Am stärksten betroffen ist laut der Analyse Bremen, wo rund 34 Prozent der Haushalte keine Möglichkeit für eine einwöchige Reise sehen. Die besten Chancen auf Urlaub haben dagegen Menschen in Bayern, wo der Anteil nur bei etwa 14 Prozent liegt.
Die Zahlen machen deutlich, dass gesellschaftliche Teilhabe und Erholung für viele Menschen auch in einem wohlhabenden Stadtstaat wie Hamburg nicht selbstverständlich sind. Die Ergebnisse werfen erneut die Frage auf, inwieweit steigende Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit den Zugang zu Freizeit und Erholung erschweren – und damit auch langfristig Gesundheit und Lebensqualität beeinflussen.