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Tragisches Zugunglück bei Zwiefaltendorf: Drei Tote, über 30 Verletzte

NoName_13 (CC0), Pixabay

Ein schweres Zugunglück erschüttert das Land: Am Sonntagabend entgleiste ein Regionalexpress bei Zwiefaltendorf im baden-württembergischen Landkreis Biberach. Zwei Waggons sprangen aus den Schienen – mindestens drei Menschen kamen ums Leben, über 30 weitere wurden verletzt, viele davon schwer.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Noch in den späten Abendstunden suchten Feuerwehr, Polizei und Notärzte im Inneren der entgleisten Waggons nach weiteren Fahrgästen. Laut Polizei befanden sich rund 100 Personen an Bord des Zuges.

Möglicher Erdrutsch nach Unwetter

In der Region hatte es zuvor starke Regenfälle gegeben. Laut Deutschem Wetterdienst fielen örtlich bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Behörden prüfen nun, ob ein durch das Unwetter ausgelöster Erdrutsch den Unfall verursachte. Fotos zeigen einen Hangrutsch in der Nähe der Gleise – Teile der Schienen sind von Erde und Geröll verschüttet.

Erschütterung und Anteilnahme

Bundeskanzler Friedrich Merz sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus: „Wir trauern um die Toten und stehen an der Seite der Verletzten und aller Helfer, die heute Unglaubliches leisten.“ Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und Verkehrsminister Patrick Schnieder zeigten sich tief betroffen.

Die Deutsche Bahn teilte mit, man sei „tief bestürzt“ über das Unglück und unterstütze die Ermittlungen mit allen verfügbaren Mitteln.

Bergungsarbeiten angelaufen

Am Abend waren laut Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller alle Verletzten aus dem Zug geborgen und in umliegende Kliniken gebracht worden. Die Bergung der entgleisten Waggons wird vorbereitet – doch die Arbeiten gestalten sich schwierig. Die Strecke bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Unfallursache weiter unklar

Die genaue Ursache des Unglücks wird derzeit ermittelt. Hinweise auf einen technischen Defekt oder ein Versagen der Strecke aufgrund des Unwetters werden geprüft. Experten der Bundespolizei und der Bahn sind vor Ort.

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