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Ballgirl

lpegasu (CC0), Pixabay

Im transatlantischen Match zwischen EU und USA rollt der nächste Aufschlag: Ursula von der Leyen betritt das Spielfeld – und zwar nicht irgendwo, sondern direkt in Schottland, wo US-Präsident Donald Trump gerade auf einer Art diplomatischem Golfurlaub weilt. Der Ball: ein drohender Zollhammer. Der Gegner: Trump, bewaffnet mit Baseballmütze und Twitter-Historie. Die Regeln? Undurchsichtig wie eine Brexit-Verordnung.

„Nach einem guten Telefonat“ habe man sich zu einem spontanen Gipfeltreffen in Schottland verabredet, teilte die Kommissionschefin über X mit. Man wolle „die Handelsbeziehungen stärken“ – also die Schlagabtausche auf dem wirtschaftlichen Rasen etwas zahmer gestalten. Trump sprach indes von einer „50:50-Chance“ auf einen Deal – was bei seinem sonstigen Pokerstil fast schon wie eine Liebeserklärung an Brüssel klingt.

Der US-Präsident deutete an, seine angedrohten Zölle auf europäische Produkte doch noch zu senken – allerdings nur, wenn Europa im Gegenzug sein Einkaufszentrum für US-Waren öffnet. Übersetzt: Weniger französischer Käse gegen mehr amerikanische Chlorhähnchen.

Zuvor hatte Trump bereits mit Japan ein 15-Prozent-Zollabkommen erzielt – ein echter Schnäppchen-Deal, wenn man bedenkt, dass ursprünglich 30 Prozent geplant waren. Für Europa tickt nun die Uhr: Sollte es keine Einigung geben, könnten ab 1. August US-Zölle in genau dieser Höhe Realität werden.

Ob von der Leyen als diplomatische Ballgirl den entscheidenden Return schafft, bleibt offen. Fest steht nur: Auf dem internationalen Spielfeld wird derzeit wieder mehr Smash als Smalltalk gespielt.

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