In der russischen Region Amur, im äußersten Osten des Landes nahe der Grenze zu China, ist am Mittwoch ein Passagierflugzeug vom Typ Antonow An-24 abgestürzt. Das teilte das Katastrophenschutzministerium in Moskau mit. Die Maschine befand sich auf dem Flug von Blagoweschtschensk nach Tynda, zwei wichtige Städte in der Grenzregion.
Rettungskräfte am Wrack – Wrack in Flammen
Ersten Angaben zufolge sind Rettungs- und Feuerwehrkräfte inzwischen am Unglücksort eingetroffen. Das Wrack des Flugzeugs steht in Flammen, Einsatzkräfte versuchen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die schwierige Zugänglichkeit des Geländes sowie die brennenden Trümmer erschweren die Arbeit erheblich.
Anzahl der Personen an Bord und Unklarheit über Opfer
Laut dem Gouverneur der Region Amur befanden sich 49 Menschen an Bord der Antonow, darunter Passagiere und Besatzung. Ob es Überlebende gibt, ist derzeit völlig unklar. Offizielle Angaben zu Verletzten oder Todesopfern liegen bislang nicht vor. Das Ministerium hat angekündigt, schnellstmöglich eine detaillierte Lageeinschätzung zu veröffentlichen.
Ursache des Absturzes noch unbekannt
Über die mögliche Ursache des Unglücks gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Experten schließen weder technische Defekte noch menschliches Versagen aus. Auch Wetterbedingungen oder Probleme bei der Flugroute könnten eine Rolle gespielt haben. Der russische Untersuchungsausschuss hat ein Verfahren zur Klärung eingeleitet.
Die Antonow An-24 ist ein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug, das seit den 1960er-Jahren vor allem im regionalen Linienverkehr eingesetzt wird. Obwohl viele Maschinen in Russland noch im Einsatz sind, gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder schwere Unfälle mit diesem Typ, was Fragen nach der Sicherheit und Wartung aufwirft.
Hintergrund: Sicherheitslage in der russischen Luftfahrt
Russlands zivile Luftfahrt steht seit Jahren wegen überalterter Flotten und teils unzureichender Wartung unter Kritik. Die westlichen Sanktionen nach dem Krieg in der Ukraine haben die Ersatzteilversorgung zusätzlich erschwert, was Experten zufolge die Risiken weiter erhöhen könnte.
Nächste Schritte
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Identifizierung der Opfer und Überprüfung der Passagierlisten.
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Technische Untersuchung der Wrackteile durch die Flugunfallermittler.
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Analyse der Flugschreiber, sofern diese geborgen werden können.