Am Morgen ist die italienische Millionenstadt Neapel von einem spürbaren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben ereignete sich gegen 9:15 Uhr und war in großen Teilen der Metropole sowie in den westlich angrenzenden Gebieten deutlich wahrnehmbar.
Nach ersten Angaben lag das Epizentrum in den Phlegräischen Feldern, einem der gefährlichsten vulkanischen Gebiete Europas. Die Phlegräischen Felder sind ein sogenannter Supervulkan, dessen Aktivität seit Jahren von Wissenschaftlern genau überwacht wird.
Bewohner in Panik – Regierung reagiert
Aus Angst vor möglichen Nachbeben oder Schäden verließen zahlreiche Anwohner ihre Wohnungen und versammelten sich auf Straßen und Plätzen. Über größere Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine offiziellen Meldungen, jedoch prüfen Einsatzkräfte weiterhin die Lage in besonders gefährdeten Stadtteilen.
Die Region steht bereits seit über zehn Jahren unter Alarmstufe Gelb, die eine erhöhte Wachsamkeit und regelmäßige Kontrollen vorsieht. Grund dafür sind anhaltende seismische Aktivitäten in den Phlegräischen Feldern.
Vorbereitungen für den Ernstfall
Die italienische Regierung in Rom hatte angesichts der jüngsten Aktivitätssteigerungen erst vor wenigen Wochen neue Maßnahmen beschlossen. Dazu gehören verstärkte Sicherheitsüberprüfungen, Evakuierungspläne und Notfallübungen, um im schlimmsten Fall bis zu Hunderttausende Menschen aus der Region in Sicherheit zu bringen.
Historischer Kontext und Risiken
Die Phlegräischen Felder sind ein riesiges vulkanisches Gebiet westlich von Neapel, das in der Vergangenheit durch gewaltige Ausbrüche geprägt wurde. Experten warnen seit Jahren, dass ein erneuter großer Ausbruch katastrophale Folgen für die gesamte Region Kampanien hätte. Bisher gibt es jedoch keine Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Eruption – die heutigen Erschütterungen könnten Teil der typischen vulkanisch-seismischen Aktivität sein.