Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr ein deutliches Zeichen gegen unfaire Geschäftspraktiken gesetzt und die Schrauben bei verbotenen Absprachen kräftig angezogen. Insgesamt mussten sechs Unternehmen und eine Privatperson Bußgelder in Höhe von rund 26 Millionen Euro zahlen, wie die Wettbewerbsbehörde jetzt mitteilte.
Die betroffenen Firmen kamen aus sensiblen Bereichen wie Schutzkleidung, Telekommunikation und Netztechnik – Branchen, die für Wirtschaft und Gesellschaft eine tragende Rolle spielen. Hier sollen nach Angaben des Kartellamts geheime Absprachen getroffen worden sein, um Preise künstlich hochzuhalten und den Wettbewerb auszubremsen.
Solche Preisabsprachen sind nach deutschem und europäischem Recht strengstens verboten. Denn wenn sich Anbieter untereinander absprechen, anstatt miteinander zu konkurrieren, zahlen am Ende die Kunden die Zeche – in Form überhöhter Preise und einer eingeschränkten Auswahl.
„Kartellverstöße sind kein Kavaliersdelikt“, betonte ein Sprecher der Behörde. „Sie schaden nicht nur dem fairen Wettbewerb, sondern belasten Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen.“
Die aktuellen Strafen zeigen, dass das Bundeskartellamt auch künftig entschlossen gegen illegale Absprachen vorgehen will. Unternehmen, die glauben, sich durch geheime Deals Vorteile verschaffen zu können, müssen also mit empfindlichen Konsequenzen rechnen – zum Schutz von Wettbewerb, Markttransparenz und letztlich auch der Verbraucher.