Mellrichstadt (Unterfranken) – Ein Montagmorgen, wie er routinierter kaum beginnen könnte – doch in den Büroräumen des Überlandwerks Rhön endete der Arbeitstag für einige Mitarbeiter in einer Katastrophe: Bei einem Angriff innerhalb der Firma kam ein Mensch ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt.
Wie die Polizei mitteilte, soll der mutmaßliche Täter, ein 21 Jahre alter Deutscher, unvermittelt mit einem „spitzen Gegenstand“ auf seine Kollegen losgegangen sein. Was genau er in der Hand hielt, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Für einen der Angegriffenen kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Tatort oder kurz darauf. Zwei weitere Opfer liegen schwer verletzt im Krankenhaus.
Zunächst hatten die Ermittler von vier Schwerverletzten gesprochen, doch die Zahl wurde später auf zwei korrigiert. Für die Einsatzkräfte bot sich am Montag ein Bild, das selbst erfahrene Ermittler selten sehen: Notärzte und Sanitäter kämpften um Leben, während Polizisten den mutmaßlichen Täter festnahmen und das Gelände absperrten.
Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Polizei nicht mehr. Doch viele Fragen sind offen: Was trieb den jungen Mann zu dieser Tat? Gab es einen Streit, eine Vorgeschichte, eine psychische Ausnahmesituation?
Für die Kollegen beim Überlandwerk Rhön, das als regionaler Netzbetreiber eine verlässliche Institution für tausende Haushalte ist, ist der Schock groß. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen, Spurensicherung und Zeugenbefragungen laufen.
Während die Polizei im Hintergrund nach Antworten sucht, bleibt für Angehörige, Kollegen und die gesamte Region Unterfranken die Fassungslosigkeit: Wie konnte es zu dieser tödlichen Eskalation mitten im Arbeitsalltag kommen?