Bauministerin Verena Hubertz hat ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: Die Kosten für den Neubau von Wohngebäuden sollen halbiert werden. „Die Hälfte können wir uns durchaus auf die Schippe nehmen als sehr ambitioniertes Ziel“, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag.
Einen zentralen Ansatz sieht Hubertz in der stärkeren Nutzung von industrieller Vorfertigung. Wände und andere Bauteile könnten in Fabriken produziert und anschließend auf der Baustelle nur noch montiert werden. „Wir sparen richtig an den Kosten. Da kann man 30 bis 40 Prozent ganz leicht reinholen“, so die Ministerin.
Doch nicht nur beim Bau selbst, auch bei den Finanzierungs- und Bodenkosten sieht Hubertz erhebliches Einsparpotenzial. Hier müssten ebenfalls neue Wege gefunden werden, um den dringend benötigten Wohnungsbau in Deutschland anzukurbeln.
Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und steigender Mieten soll das geplante Maßnahmenpaket einen entscheidenden Beitrag leisten, um den Neubau attraktiver, schneller und für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar zu machen.